SK Eggenburg - SC Herzogenburg 3:1 (2:0)

U 23: Dienstag, 13.10.2020 um 20:00 Uhr

KM: Dietl; Fürst, Dubec, Steinwendtner, Leimhofer F.; Leimhofer M. (81. Weixlbaum), Vitek, Harauer (46. Heiderer), Ersoy, Jankto (70. Isik S.); Weizmann

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Während Prominente mit Profitänzern in den noblen Hallen des staatlichen Rundfunks um die Gunst der Jury buhlen, wollen 22 Akteure ihre Anhänger mit spielerischer Finesse auf dem nassen Terrain zu Eggenburg überzeugen. Zum Teil  natürlich auch der miserablen Witterung geschuldet, muss das geschulte Auge des anwesenden Fans jedoch nicht nur den schönsten Treffer, sondern auch den „gelungensten“ Fehlpass bewerten.

2. Minute: Florian Leimhofers Flanke pflückt Eggenburgs Schlussmann vom Himmel. Per weitem Abschlag und unter der Mithilfe von Leonard Dubec schafft er eine 2:1-Überzahlsituation für seine Farben, welche die beiden Angreifer beinahe auszunutzen wissen. Aus halbrechter Position in unserem Strafraum zieht der Schütze ab und hämmert die Kugel an die linke Stange.

8. Minute: Mit einer Drehung um die eigene Achse verschafft sich Michael Weizmann Raum im Mittelfeld. Am linken Flügel bedient er Hakan Ersoy, der ins Zentrum zieht. Statt des Abschlusses auf nassem Terrain wählt er die Fortsetzung seines Dribblings, das schlussendlich vor den Füßen eines Eggenburgers endet.

12. Minute: Mit etwas Zufall springt Norbert Jankto die Kugel nach Branislav Viteks Antritt vor die Füße. Unser Stürmer fackelt nicht lange und zieht sofort halbvolley von der Strafraumgrenze ab. Der heimische Keeper segelt durch die Lüfte und pariert über die Toroutlinie.

13. Minute: Nico Harauer jagt die Kugel auf flachem Wege an der linken Torstange vorbei.

24. Minute: Eine kräftige Portion Effet bekommt das Leder auf seinem Flugweg mit. Mindestens genauso „kräftig“ hat es sich aber auch bei den Ziel-Koordinaten verschätzt und schlägt deshalb im Niemandsland des Fangnetzes ein.

28. Minute: Leonard Dubec und seine „Rolle“ als letzter Mann. Im ersten Akt des heutigen Abends kann er den Angreifer an einem höchstwahrscheinlich brandgefährlichen Abschluss hindern. Der zweite folgt kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Die Situation ist allerdings noch nicht vorbei. So muss Reinhard Dietl ein Geschoss über die Querlatte drehen. Im Zuge des folgenden Eckballes kann es ein Eggenburger selbst nicht fassen, die Kugel – am langen Pfosten freistehend – per Kopf nicht im Gehäuse untergebracht zu haben.

39. Minute: Im Zuge eines Zuspiel aufs Eggenburgs Goalgetter kommt das Bein unserer Nummer 3 um den Tick zu spät. So kann sich der heimische Torgarant um die eigene Achse drehen, ehe er die Kugel unhaltbar von der Strafraumgrenze zum 1:0 ins linke untere Eck befördert.

41. Minute: Ein Freistoß aus der eigenen Hälfte wird in den Lauf von Hakan Ersoy verlängert, welcher das Leder vor dem herauseilenden Keeper erreicht und es per Heber hauchzart an der linken Stange vorbeisetzt.

44. Minute: Ähnliches Bild auf der Gegenseite. Der Eggenburger Offensiv-Akteur erreicht den Ball vor Reinhard Dietl. Leonard Dubec rettet anschließend für unseren Kapitän.

45. Minute: Mit dem Pausenpfiff erhöhen die Gastgeber auf 2:0. Einen Freistoß schlagen sie hoch in unseren Sechzehner. Nach einem Luftduell landet die Kugel direkt vor den Füßen eines am Fünfmeterraum  freistehenden gegnerischen Sportskameraden, dessen erster Abschluss  von Reinhard Dietl reflexartig aus kurzer Distanz pariert wird. Erst nach dem Abstauber darf er sich von seinen Mannschaftskollegen feiern lassen.

Wer den Weg zur Speisen- und Getränkeausgabe zu früh angetreten ist, wird sich ob des Verpassens des Treffers zur 2:0-Pausenführung ärgern. Aber auch jene Anhänger, die ihre Augenpaare zum Wiederbeginn noch nicht auf das Spielfeld gerichtet haben.

46. Minute: Nur Sekunden nach Anpfiff fällt das 3:0. An der Strafraumgrenze hämmert ein Eggenburger das Runde halbvolley ins Eckige.

54. Minute: Eggenburgs Schütze des ersten Treffers umkurvt soeben Reinhard Dietl, als ein Abseitspfiff seine Träume vom Doppelpack zerstört.

65. Minute: Unser Kapitän taucht bei einem Abschluss aus rund 20 Metern ab und entschärft dieses ohne große Mühe.

67. Minute: Unsere Elf verkürzt auf 3:1. Eigentlich wäre es schon Florian Heiderer mit seinem prachtvollen Schuss über den Keeper vergönnt gewesen, doch die Querlatte sollte etwas dagegen haben. So landet das Spielgerät vor den Füßen Norbert Janktos, der es auf den besser postierten Michael Weizmann ablegt. Auf flachem Wege befördert er das Leder in die Maschen.

69. Minute: Nach einem Corner zieht Branislav Vitek aus rund 16 Metern ab. Vom Körper eines Verteidigers abgefälscht segelt der Ball knapp an der linken Stange vorbei.

76. Minute: Michael Weizmann wird in die Gasse geschickt. Seinen folgenden Abschluss pariert der Keeper.

80. Minute: Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte zeichnet sich für Leonard Dubec dritten „Akt“ als letzten Mann verantwortlich. Kurz vor dem Strafraum bringt er den Angreifer zu Fall und wird hierfür vorzeitig unter die Dusche geschickt.

In den letzten Zügen dieser Begegnung tut sich nicht mehr viel in beiden Strafräumen. So verliert unser Team mit 3:1.

Manuels Fazit: Beide Teams hatten so ihre Probleme mit dem nassen Geläuf. Statt eines spielerischen Schlagabtausches wurde dem Zuschauer eine Fehlpass-Orgie par excellence kredenzt. Garniert mit der einen oder anderen gefährlichen Aktion im Strafraum. Genau zum richtigen Zeitpunkt wussten die Heimischen diese Einschussmöglichkeiten in Treffer umzumünzen. Unserer Elf gelang es heute nicht, offensiv Druck auf die Verteidigung auszuüben und auf deren Stirn zusätzlich für Schweißperlen zur sorgen.




von Manuel Figl, 26.09.2020