SVg Purgstall - SC Herzogenburg 5:0 (4:0)

U 23: 4:2 (1:1) Tore: Akdemir N., Heiderer

Durch Nufel Akdemir und Florian Heiderer drehte unsere U 23 die Partie, ehe die Heimischen das 2:2 in Minute 71 markierten. Rund eine Viertelstunde vor Schluss zeigte Moritz Pauser eine gute Parade, um beim folgenden "Abstauber" chancenlos zu sein. Den Schlusspunkt setzten die Hausherren mittels prachtvollem Heber.

KM: Dietl; Fürst (76. Heiderer), Dubec, Steinwendtner, Leimhofer F.; Leimhofer M., Ersoy, Jankto, Hartl (43. Harauer), Vitek; Weizmann

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Das Leben ist kein Wunschkonzert! Eine Autopanne unserer Legionäre auf der Anreise zur Begegnung bei einem der Titelaspiranten der heurigen Saison verzögert den Anpfiff um 20 Minuten und vergrößert gleichzeitig den „Durst“ des fußballaffinen Anhängers auf eine kurzweilige Partie mit viel Tempo und zahlreichen Einschussmöglichkeiten. In der Anfangsphase findet allerdings vorerst (noch) kein Team das passende Rezept, um diese Gelüste zu stillen.

2. Minute: Der Gastgeber bekommt einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen. Als weitaus weniger gefährlich als die Position entpuppt sich die Ausführung, schlägt doch die Kugel hoch oben im Fangnetz ein.

13. Minute: Die Lücke erkennt ein Purgstaller Mittelfeld-Akteur und spielt den tiefen Pass auf seinen Kollegen am linken Flügel. In dessen Stanglpass wirft sich Benjamin Steinwendtner und entschärft so die Situation.

16. Minute: Der berühmte „zweite Ball“ hat sich schon für so viele Treffer verantwortlich gezeichnet. So auch nun. Nach einem Freistoß segelt das Leder nochmals aus ähnlicher Position in unseren Strafraum. Dort entwischt der Torschütze seiner Deckung, steigt hoch und köpft die Kugel alleinstehend wuchtig und unhaltbar zum 1:0 ins rechte Eck.

17. Minute: Über Fabian Fürst und Branislav Vitek zirkuliert das Spielgerät in den Lauf von Raffael Hartl. Unsere Nummer 19 zündet den Turbo, ehe seine Hereingabe in den Rückraum geklärt wird. Dort lauert Branislav Vitek, der sich den Ball kurz herrichtet, um ihn folglich aus rund 16 Metern knapp neben die rechte Stange zu setzen.

21. Minute: Das 2:0. Im Zuge eines Dribblings im Mittelfeld dürfen die Erlauftaler das „Ballglück“ gleich mehrmals für sich beanspruchen. Vor allem beim letzten Mal, als die Kugel den Raum zwischen unseren beiden Innenverteidigern überwindet und so vor den Füßen eines Gegners landet, welcher nun mutterseelenallein auf Reinhard Dietl zustürmt. Vorbildich legt er nochmals quer und bejubelt Sekundenbruchteile später den abseitsverdächtigen Treffer seines Kollegen.

27. Minute: Wiederum befüllt ein „ruhender Ball“ diesen Spielfilm. Mit viel Effet in Richtung unseres Gehäuse getreten, pflückt ihn Reinhard Dietel souverän vom Purgstaller Nachthimmel.

37. Minute: Folgende Aufgabe bedarf schon weitaus mehr Qualität. Der linke Flügelflitzer tankt sich durch unsere rechte Abwehrseite, ehe er die Kugel flach ins Zentrum jagt. Dort schließt der Angreifer freistehend aus 5 Metern ab. Dem Gros der heimischen Anhängerschaft bleibt der Torschrei in der Kehle stecken, als unser Kapitän sensationell pariert. Der Versuch des Abstaubers endet in einer Corner-Serie von ingesamt 3 Stück. Ausbeute gibt´s hier nicht zu vermelden.

44. Minute: Bei einem halbhohen Zuspiel der Mittelfeld-Reihe in die Sturmspitze verschätzt sich Benjamin Steinwendtner und ermöglicht dem rechten Flügelflitzer, sein Tempo auszuspielen. Dieser erreicht das Leder noch vor der Toroutlinie und schickt es mit viel Karacho ins Zentrum. Am langen Posten lauert schon der Abnehmer und bugsiert das Runde ins Eckige. Neuer Spielstand 3:0.

45. Minute: Der Doppelschlag zum 4:0. Auf der Außenbahn tanzt sich Norbert Jankto in des Gegners Gefahrenzone, ehe die Purgstaller das Zuspiel abfangen und einen mustergültigen Konter initiieren. Ein weiter Ball auf dem Luftwege gemixt mit einer ordentlichen Portion an Schnelligkeit ergeben zwei auf Reinhard Dietl sprintende Erlauftaler. Ähnlich dem zweiten Treffer am heutigen Abend folgt der finale Querpass, ehe ihn ein Heimischer im Rutschen über die Line drückt.

Inmitten des ausgelassenen Jubels ertönt der Pfiff zum 4:0-Halbzeitstand. Auf der Tribüne wird über den weiteren Verlauf der Partie sinniert. Folgen weitere Treffer oder flacht die Partie zusehends ab? Die Entscheidung fällt auf die zweitgenannte Option.

47. Minute: Benjamin Steinwendtner erobert die Kugel und schickt Michael Weizmann in die Gasse. Unserer Nummer 13 zieht in den Sechzehner und schließt ab. Hierbei trifft er das Spielgerät jedoch nicht voll und so kullert es an der rechten Stange vorbei.

52. Minute: Einem Doppelpass auf der linken Seite folgt die rasche Verlagerung auf rechts und die Beendigung dieses versierten Angriffes durch einen flachen Schuss knapp am langen Pfosten unseres Gehäuses vorbei.

65. Minute: Michael Weizmanns Hereingabe wird – nach Vorarbeit von Hakan Ersoy – vom Verteidiger über die Toroutlinie geblockt. Der folgende Corner bringt nichts ein.

72. Minute: Nach Flanke Norbert Janktos befindet sich Michael Weizmann im Zentrum nicht in idealer Schussposition. So legt er auf Florian Leimhofer, der sofort abzieht, in den Rückraum. Purgstalls Keeper muss sich strecken. Beim Abstauber-Versuch kommt Nico Harauer nicht mehr entscheidend an die Kugel.

81. Minute: Per Hinterkopf scherzelt ein Purgstaller den Freistoß seines Teams am linken, vertikalen Bauteil der Aluminiumkonstruktion vorbei.

87. Minute: Florian Heiderer visiert das kurze Eck aus halbrechter Position an. Der Keeper pariert über die Seitenoutlinie.

91. Minute: Zum Abschluss bedanken sich die Purgstaller bei ihren Anhängern mit einem herrlichen Spielzug. Die exakte hohe Spielverlagerung von links auf den rechten Flügel, welcher seinen Kollegen im Zentrum bedient. Dieser zieht sofort ab und hämmert die Kugel zum 5:0 unter die Querlatte.

Danach ist Schluss und unser Team muss die Heimreise mit einer 5:0-Niederlage antreten.

Manuels Fazit: Aggressiv und motiviert trat unser Team gegen die spielerische Übermacht des Gegners auf. Speziell in der Anfangsphase brachte man hiermit die Heimischen ins Grübeln, verliefen ihre Angriffszüge doch im Sand. Mit Fortdauer wussten die Heimischen jedoch einzelne Schrauben zu drehen, deren Ergebnis einige temporeiche Kombinationsspielzüge samt vermehrter Präsenz vor unserem Gehäuse nach sich zog, während dies unserer Elf – auch ob der hohen Qualität des Gegners -  nicht wirklich gelingen mochte.




von Manuel Figl, 19.09.2020