SK Eggenburg - SC Herzogenburg 6:1 (3:1)

U 23: 0:2 (0:1) Tore: 2x Simon

Durch Samuel Ziselsbergers gehaltenen Elfmeter nimmt die Partie Schwung auf. Während den Heimischen ein Treffer wegen Abseits aberkannt wird, muss sich Eggenburgs Keeper bei einem Freistoß Selcuk Oktays gehörig strecken. Wenig später erleben die Zuseher - abermals nach einem "ruhenden Ball" von Selcuk Oktay - einen Lattenpendler, im Rahmen dessen die Kugel nicht ins Gehäuse, sondern zurück aufs Spielfeld springt. Kurz vor der Pause legt Marco Simon den Grundstein für den heutigen Erfolg mit einem flachen Abschluss ins linke Eck. Nach dem Seitenwechsel nutzt Marco Simon die sich ihm bietenden Räume und schließt einen Antritt ganz souverän zum 0:2 ab. Gegen unsere gut gestaffelte Verteidigung findet Eggenburgs U 23 kein Rezept. Lediglich bei einem Freistoß muss Keeper Moritz Pauser seine Qualitäten unter Beweis stellen. Summa summarum ein verdienter Sieg unserer Elf. Bravo, Burschen! 

KM: Dietl; Fürst F., Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic; Harauer (58. Ersoy), Leimhofer, Pikulik, Hartl (68. Isik S.), Pejic, Jankto 

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Als Vorbote des nahenden Winters fegt ein eisig-kalter Wind durch das Eggenburger Stadion. Dieser peitscht nicht nur die Äste der Bäume aneinander und lässt die letzten Laubblätter zu Boden gleiten, sondern schraubt neben der Bewegungsintensität auch die Spielfreude so manchen Akteurs in die Höhe. Eine „Winter-Depression“ sieht komplett anders aus. Zumindest im Lager der heimischen Anhängerschaft.

4. Minute: Benjamin Steinwendtner will Miso Pejic in den Raum zwischen den beiden Verteidigern schicken. Die An- und Mitnahme der Kugel fällt jedoch suboptimal aus, sodass die Gastgeber relativ rasch und mühelos in Ballbesitz kommen.

7. Minute: Einer Kombination unserer Elf über mehrere Stationen folgt eine Attacke an Ivan Pikulik in des Gegners Strafraum. Der Referee lässt die Partie weiterlaufen.

12. Minute: Als ein Heimischer das Leder zur Ausführung eines Einwurfs zwischen seinen Handflächen zirkulieren lässt, ahnen er und alle heute anwesenden Personen nicht, dass die Kugel nach nur 2 schnellen Pässen vor den Füßen des mannschaftsinternen Goalgetter landet, welcher nicht lange fackelt und das Runde auf flachem Wege von der Strafraumgrenze zum 1:0 im linken Eck versenkt.

14. Minute: Nach einem leichtfertigen Ballverlust im Aufbauspiel schalten die Waldviertler rasch um und kommen in Person des rechten Flügelflitzers zur nächsten gefährlichen Aktion. Seinen Stanglpass ins Zentrum verfehlt ein Angreifer nur um die „berühmten Zentimeter“.

23. Minute: Der vielumjubelte 1:1-Ausgleich. Ivan Pikulik tritt einen Freistoß in der Nähe der rechten Cornerfahne. Raffael Hartl verlängert die Kugel per Hinterkopf zu Denis Lacic an den langen Pfosten, welcher das Leder aus kurzer Distanz über die Linie köpft.

25. Minute: Norbert Jankto schlägt die Flanke in den Strafraum. Alleinstehend lauert halbrechts Raffael Hartl, dem die Ballannahme allerdings missglückt, sodass die Partie schlussendlich mit einem Abstoß fortgesetzt wird.

28. Minute: Die Heimischen bekommen einen Freistoß in der „neutralen Zone“ zugesprochen. Auf dem Luftwege befördern sie die Kugel in die Nähe unseres Gehäuses, wo sie einem Eggenburger, der die fehlende Zuordnung unserer Defensive perfekt auszunutzen weiß, vor seine „Arbeitsgeräte“ verlängert wird. Aus spitzem Winkel befördert er das Spielgerät unter Reinhard Dietl hinweg in die Maschen. Neuer Spielstand: 2:1.

30. Minute: Einen katastrophalen Abschlag fabriziert ein Eggenburger Verteidiger im eigenen Sechzehner. Einer seiner Kollegen entschärft anschließend die Situation bei einer Flanke Norbert Janktos auf Ivan Pikulik.

38. Minute: Rasch ausgeführter Freistoß unseres Teams in des Gegners Hälfte. Ein hohes Zuspiel in den Strafraum wird von der Hintermannschaft entschärft. Und dann geht´s schnell! Das Mittelfeld wird mit nur einem einzigen Lochpass auf den vordersten Angreifer überwunden. Dem Schützen des ersten Tors bietet sich neben viel Raum auch noch die Möglichkeit, im Eins-Gegen-Eins gegen Reinhard Dietl zu brillieren und sein Trefferkonto zu erhöhen. Gesagt, getan! Und schon steht´s 3:1.

44. Minute: Im Rahmen eines „ruhenden Balls“ von der Seite steigt ein Sportskamerad des Gastgebers am „Fünfer“ am höchsten, befördert die Kugel zum Leidwesen der Anhängerschaft in die „falsche“ Richtung.

Beim Halbzeitstand von 3:1 werden wieder verschiedenste Tombola-Preise verlost. Die glücklichen Gewinner können sich die köstlichen Delikatessen ohne schlechtes Gewissen sofort abholen, sollte doch offensiv rein gar nichts in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs passieren.

54. Minute: Das erste Lebenszeichen der vordersten Linie nach dem Seitenwechsel in Form eines halbhohen Schusses wird von unserem Keeper als „potenzielle Gefahr“ erkannt und entschärft.

62. Minute: Eggenburgs linker Außenbahnspieler schickt seinen Stoßstürmer auf Reisen. Oder versucht es zumindest, hallt doch ein Abseitspfiff schon unmittelbar nach Ballabgabe über den grünen Rasen. Die heimische Anhängerschaft tobt.

64. Minute: Sein Pendant auf der anderen Flügelseite sorgt mit einem direkt verarbeiteten Pass in den Rückraum für Aufsehen, mutiert dieser nämlich zur idealen Vorlage für einen Abschluss von der Strafraumgrenze. Reinhard Dietl pariert sicher.

67. Minute: Einen Lapsus leistet sich der heimische Keeper. Schlussendlich keinen eklatanten, kann unsere Elf doch kein Kapital aus dem resultierenden Corner schlagen. Im Gegenteil. Das Spielgerät wird geklärt. Auf Höhe der Mittelauflage ist ein Stürmer hauchzart per Kopf vor Benjamin Steinwendtner zur Stelle und gewinnt diesen Zweikampf, um folgend mit gefühlten 100 km/h mutterseelenallein auf unseren Kasten zu  sprinten. Nicht minder temporeich zimmert er das Spielgerät zum 4:1 in den rechten unteren Winkel.

77. Minute: Die Waldviertler zirkeln einen Eckball an den langen Pfosten. Dort bewegt sich der Empfänger zuerst vom Gehäuse in Richtung Zentrum weg, um anschließend blitzartig die Drehung nach rechts auszuführen und das Leder aus äußerst spitzem Winkel maß genau ins linke Kreuzeck zu hämmern. Neuer Spielstand: 5:1.

83. Minute: Einen Abschluss Fabian Fürsts aus dem rechten Teil des Sechzehners pariert der heimische Schlussmann mit seinen Fäusten.

90. Minute: Der Schlusspunkt zum 6:1. Eine temporeiche Kombination mitsamt eines Doppelpasses über rund 30 Meter lassen den eben eingewechselten Eggenburger Akteur kräftig jubeln, als er das Leder wuchtig aus rund 11 Metern über den weißen Kreidestrich jagt und im rechten Winkel versenkt.

Wenige Augenblicke später beendet der Schiedsrichter die Begegnung und unsere Elf verliert mit 6:1.

Manuels Fazit: Abermals muss das blau-weißes Herz bluten! Abermals ließen viel zu einfache Gegentreffer unsere Elf in ein Debakel schlittern. Stellvertretend lässt sich das Tor zum 1:4 nennen, welches nach einem Corner für unser Team geschehen ist. Und abermals wurden die „Grundtugenden des Fußballs“, allen voran Leidenschaft, Motivation, Kampf- und Laufbereitschaft schmerzlich vermisst. Mit solchen Auftritten kann man einfach keine Spiele gewinnen!




von Manuel Figl, 09.11.2019