SC Herzogenburg - SV Würmla 1:1 (0:0)

U 23: 0:2 (0:1)

Mit viel Dampf startet Würmlas U 23 in diese Begegnung. Schon nach 5 Minuten muss sich Samuel Ziselsberger gehörig strecken, um einen Schuss zu parieren. Nach einem Abseitstor schließen die Gäste eine schöne Kombination mit dem Führungstreffer. Danach verabsäumen es die Tullnerfelder, den Sack frühzeitig zu zumachen und so finden unsere Burschen besser in die Partie. Die zwei besten Chancen vergibt Nufel Akdemir. Äußerst zerfahren gestaltet sich Durchgang 2. Unsere Elf versucht alles, kann jedoch offensiv kaum Akzente setzen. So füllt sich die beste Einschussmöglichkeit den Tullnerfeldern zugehörig, als ein Kopfball an die Querlatte klatscht. Kurz vor Schluss nutzen die Gäste die sich ihnen bietenden Räume, um den Endstand herzustellen.

KM: Dietl; Fürst F (60. Pejic)., Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic; Brcak (13. Harauer), Leimhofer, Hartl, Pikulik; Heiderer (79. Ersoy), Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Die Stollen an der Unterseite eines jeden Fußballschuhes dienen dem jeweiligen Akteur zur Maximierung seiner Standfestigkeit. Dass diese „Balance“ v.a. auf nassem Terrain nicht immer einfach zu finden ist und ein einziger „Ausrutscher“ fatale Folgen haben kann, wird einem der 22 Sportskameraden in der Schlussphase dieses Derbys gnadenlos vor Augen geführt.

4. Minute: Ein hoher Ball aus dem Mittelfeld sorgt für den ersten schüchternen Annäherungsversuch an Reinhard Dietls Gehäuse. An der Strafraumgrenze leitet Würmlas Angreifer das Leder per Hinterkopf auf unseren Kasten weiter. Eine leichte Fangübung für unseren Kapitän.

8. Minute: Reinhard Dietl schlägt das Spielgerät ab. Im „neutralen Drittel“ verlängert Andrej Brcak dieses in den Lauf von Norbert Jankto, dessen Anritt von einem Verteidiger schlussendlich auf Kosten einer Ecke gestoppt werden kann. Ivan Pikulik zirkelt die Kugel ins Zentrum, wo es unsere Nummer 8 nur suboptimal mit seiner Stirn zu verarbeiten weiß.

14. Minute: Die Tullnerfelder schließen aus rund 20 Metern ab. Das Geschoss streicht knapp über die Querlatte.

18. Minute: Auf Höhe der eigenen Trainerbank entpuppt sich Florian Heiderers rascher Einwurf als ideale Vorlage für Norbert Jankto, der seine Dribbling-Künste zur Schau stellt und die halbe Hintermannschaft austanzt, ehe er sich die Kugel beim „letzten Kontakt“ im Strafraum ein Stück zu weit vorlegt und so dem Keeper die Chance gewährt, das Runde unter sich zu begraben.

24. Minute: Ivan Pikuliks Einsatz macht sich belohnt. So springt ein abgefangener Pass der gegnerischen Defensive zu Norbert Jankto, der sich fortan Richtung rechter Cornerfahne bewegt. Bevor er diese erreicht hat, bedient er Raffael Hartl, dessen scharfer Abschluss dem Keeper alles abverlangt.

28. Minute: Nach einem Corner landet der „zweite Ball“ abermals bei unserer Nummer 10. Den nachfolgenden Stanglpass verfehlt Markus Mühlbacher hauchdünn.

32. Minute: Einen Eckball faustet Reinhard Dietl in den Rückraum. Der folgende Abschluss wird geblockt und sorgt sodann für einen „ruhenden Ball“ von der anderen Seite. Das Geschoss segelt scharf durch den Sechzehner, ohne einen Körper vorn Freund oder Feind zu berühren.

37. Minute: Die Gäste-Mannschaft erarbeitet sich einen Freistoß an unserer Strafraumgrenze. Diesen zirkelt der Schütze ästhetisch in unsere Mauer.

Der Halbzeitstand von 0:0 zaubert dem Publikum nicht unbedingt ein Lächeln ins Gesicht. Weitaus „effektiver“ zeigen sich da schon die Inhaltsstoffe eines alkoholischen Heißgetränks.

51. Minute: Ein Geschoss von der Cornerfahne landet punktgenau auf der Stirn eines Tullnerfelders, der es völlig freistehend am langen Pfosten vorbeisetzt.

54. Minute: Die Gäste packen ihre spielerische Komponente aus und kombinieren sich flüssig in unseren Gefahrenbereich. Der linke Flügel zieht ins Zentrum, um das Runde mit viel Karacho aus rund 5 Metern flach am linken Pfosten des Eckigen vorbei zu zimmern.

55. Minute: Nach einem kapitalen Schnitzer der Hintermannschaft setzt Nico Harauer zum Heber an. Aus ca. 25 Metern jagt er das Leder knapp über das Gehäuse.

57. Minute: Mit viel Konsequenz schnappt sich Benjamin Steinwendtner die Kugel im Mittelfeld und legt einige Meter zurück, ehe er den Lochpass auf Norbert Jankto in den Sechzehner spielt. Den Abschluss aus spitzem Winkel pariert der Keeper zur Ecke.

66. Minute: Würmla erarbeitet sich einen Freistoß an der linken Strafraumgrenze. Den aufs Gehäuse gezirkelten Ball köpft Benjamin Steinwendtner mit viel Routine über die Querlatte.

70. Minute: Eine kurze Verschnaufpause sei den 22 Akteuren gegönnt, als eine der vier Cornerfahnen aus der Verankerung gerissen und provisorisch fixiert werden muss, ehe der Schiedsrichter das Spielgeschehen fortsetzen kann.

72. Minute: Benjamin Steinwendter will Norbert Jankto mit einem hohen Ball auf Reisen schicken. Um den Tick zu kurz fällt dieses Zuspiel aus, sodass ein Verteidiger den Alleingang unserer Nummer 9 verhindern kann.

75. Minute: Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung eröffnet unserem Gegner die Möglichkeit, ein schnelles Umschaltspiel aufziehen, Der rechte Flügel dringt in unseren Sechzehner ein und wird ungeschickt von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelt der Schütze zum 0:1 im rechten unteren Winkel.

88. Minute: Raffael Hartl schickt den aufgerückten Denis Lacic auf Reisen. Dieser wird klar regelwidrig vom „letzten Mann“ der gegnerischen Defensive zu Fall gebracht. Zum Unverständnis unserer Farben lässt der Referee die Partie laufen.

93. Minute: Der viel umjubelte 1:1-Ausgleich. Im Zuge eines hohen Wechselpasses auf den linken Flügel rutscht ein Sportskamerad aus Würmla aus und ermöglicht so Denis Lacic, den scharfen Stanglpass ins Zentrum zu spielen. Der Keeper lässt die Kugel nach vorne prallen, wo sie Ivan Pikulik mittels Drehschuss aus rund 11 Metern ins rechte Eck hämmert.

Kurz darauf beendet der Referee das letzte Heimspiel der Hinrunde in der Sparkassen-Arena mit einem 1:1-Remis.

Manuels Fazit: Eine „klassische 0:0-Partie“, welche schlussendlich doch zwei Treffer zu verbuchen wusste. Nur vereinzelt verzückten beide Offensiv-Reihen ihre Anhängerschaft mit prickelnden Angriffs-Kombinationen und brandgefährlichen Einschussmöglichkeiten. Unsere Elf zeigte sich gegenüber den vergangenen Partien stark verbessert. Vor allem der Wille und die Einsatzbereitschaft sind in die Körper und Köpfe unserer Akteure zurückgekehrt. So steckte man niemals auf und belohnte sich schlussendlich mit dem späten, aber äußerst verdienten Ausgleich. Bravo, Burschen!




von Manuel Figl, 02.11.2019