USC Seitenstetten - SC Herzogenburg 4:0 (3:0)

U 23: 6:0 (1:0) 

Eine flotte erste Halbzeit mit einigen hochkarätigen Einschussmöglichkeiten bekommen die Zuseher der U 23-Begegnung geboten. So kann sich Samuel Ziselsberger mehrmals mit Glanzparaden auszeichnen. Den einzigen Gegentreffer müssen unsere Akteure nach einem Stanglpass samt Abschluss aus kurzer Distanz hinnehmen. Kurz zuvor fand unsere Elf ihre beste Chance vor, doch ein indirekter Freistoß im gegnerischen Strafraum streicht über die Querlatte. Nach dem Seitenwechsel spielen die Heimischen weiterhin konsequent nach vorne, während unsere Farben weitestgehends in der Offensive verblasst sind. So lassen die Hausherren nichts mehr anbrennen und krönen ihre Leistung mit einer schönen Einzelaktionen samt überlegtem Abschluss zum 6:0-Endstand.

KM: Dietl; Fürst F., Mühlbacher (46. Heiderer), Steinwendtner, Lacic; Brcak, Leimhofer, Hartl, Pejic (52. Pikulik), Ersoy; Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


In neon-oranger „Wäsch´“ werden unsere Akteure vom Schiedsrichter-Gespann aufs Feld geführt. Statt für totale Irritation  zu sorgen, kurbeln diese fluoreszierenden Farbpigmente die Produktion an Adrenalin und weiteren Botenstoffen in den körpereigenen Hormon-Drüsen unseres heutigen Gegners an. Dementsprechend fokussiert und aggressiv gestalten die Hausherren die Anfangsphase dieses Duells.

2. Minute: Über links wollen die Mostviertler erstmals gefährlich werden. Einem Zuspiel in den Rückraum folgt ein halbhoher Abschluss von der Strafraumgrenze, den unser Keeper Reinhard Dietl sicher pariert.

4. Minute: Ein einziger hoher Pass aus dem Mittelfeld reicht aus, um unsere Verteidigungskette zu überwinden. Dank einer exquisiten Ball-An und –mitnahme per Brust in den Strafraum darf sich der Stürmer Augenblicke später im „Eins-Gegen-Eins“ gegen unseren Kapitän beweisen. Eiskalt schiebt er das Runde flach zum 1:0 in die Maschen.

9. Minute: Benjamin Steinwendtner fängt einen Freistoß der Hausherren in der eigenen Hälfte ab. Die dadurch entstandenen Räume offenbaren ihm zwei Anspielstationen. Am rechten Flügel der freistehende Raffael Hartl und auf der Gegenseite Norbert Jankto, der von einem Verteidiger bewacht wird. Er entscheidet sich für letztgenannte Variante und will unsere Nummer 9 mit einem langen Ball bedienen, doch der gegnerische Defensiv-Mann lässt keine Gefahr aufkommen.

14. Minute: Die Hausherren ziehen aus der zweiten Reihe ab. Reinhard Dietl wehrt die Kugel per Fuß ab, um kurz darauf bei einer Volleyabnahme – nach Flanke vom rechten Flügel – zur Stelle zu sein.

16. Minute: Ein beinahe folgenschwerer Fehlpass im Aufbauspiel. Mit einem Doppelpass kombineren sich die Seitenstettner in unsere „Box“, ehe abermals Reinhard Dietl per Fuß zur Stelle ist.

17. Minute: Nach einem Einwurf  in unseren Strafraum gerät eine Kopfball-Rückgabe zu kurz. Ein heimischer Offensiv-Mann spritzt dazwischen und jagt das Runde an die Querlatte.

18. Minute: Einem Stanglpass samt schnörkelloser Vollendung am langen Pfosten folgt ein gellendes Pfeifkonzert der heimischen Anhängerschaft, da sich der vermeintliche Torschütze zum Zeitpunkt der Ballabgabe in strafbarer Abseitsposition befunden hat.

20. Minute: Mit einem „Zuckerpass“ bedient Benjamin Steinwendtner Raffael Hartl durch die Schnittstelle der beiden Innenverteidiger. Aus rund 11 Metern setzt unsere Nummer 18 das Leder hauchzart am rechten Pfosten vorbei.

27. Minute: Nun sorgt ein Pfiff ob eines Stürmerfouls an Reinhard Dietl für so manchen nicht druckreifen Ausruf der gegnerischen Anhängerschaft.

29. Minute: Die unmittelbaren Auswirkungen eines geklärten Corners von Hakan Ersoy lassen sich am direkten Gegenzug erkennen, als erst unser Keeper einen Schuss mit den Fäusten pariert. Den nachfolgenden „Abstauber“ jagt ein Heimischer fast schon fahrlässig aus idealer Position volley ins Fangnetz.

36. Minute: Einer misslungenen Kombination von Hakan Ersoy und Denis Lacic am linken Flügel folgt ein Antritt des Außenspielers, welcher das Leder ins Zentrum zirkulieren lässt. Dort setzt sich der Empfänger gegen drei unserer Akteure durch, ehe er die Nerven vor Reinhard Dietl behält und humorlos einschiebt. Neuer Spielstand: 2:0.

39. Minute: Das 3:0. Nach einem Einwurf reicht eine simple Körperdrehung des Empfängers, um sich unserem Verteidiger zu entledigen und in den Sechzehner einzudringen, ehe das Zuspiel von der Toroutlinie bei einem Mannschaftskameraden landet, der alleinstehend aus ca. 5 Metern einschießt.

41. Minute: Wiederum lässt eine Finte unsere Hintermannschaft nicht gut aussehen. Erst am eigenen Strafraum kann der Sololauf gestoppt werden. Den fälligen Freistoß aufs Tormanneck pariert Reinhard Dietl sicher.

Sichtlich zufrieden analysiert man den 3:0-Halbzeitstand im Fanblock der Heimischen und genießt den Pausen-Snack, während vor Kopfschütteln in unserem Lager nicht an einen sorgenfreien Genuss diverser Köstlichkeiten zu denken ist.

52. Minute: Ein Sportskamerad steckt auf den Torschützen des ersten Treffers durch.  Dieser probiert es flach, findet seinen Meister allerdings in Person von Reinhard Dietl.

61. Minute: Der Gastgeber tritt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld mit viel Effet aufs Gehäuse. Die Flugkurve zerschellt an der Oberseite des Tornetzes.

64. Minute: Seitenstetten erhöht auf 4:0. Im Zuge der Annahme eines Querpasses rutscht Denis Lacic der Ball über den Rist. Der Torschütze des ersten Treffers „übernasert“ die Situation, schnappt sich das Spielgerät, dringt schnellen Schrittes in unseren Strafraum ein und schlägt nochmals einen Haken, ehe er das Leder aus spitzem Winkel unter die Querlatte zimmert.

75. Minute: Der Inbegriff eines Bilderbuch-Lochpasses auf den linken Flügel. Dieser bedient sich der Variante eines Stanglpasses, welchen der Abnehmer volley am langen Pfosten verarbeitet. Zum Leidwesen der Fans steht er hierbei im strafbaren Abseits.

82. Minute: Ästhetisch zirkelt ein Hausherr das Leder auf den rechten Pfosten. Hauchzart verfehlt der Abschluss sein angepeiltes Ziel.

86. Minute: Einen Freistoß der Seitenstettner aus zentraler Position fischt Reinhard Dietl aus dem linken Kreuzeck. Im direkten Gegenangriff des folgenden ‚Corners muss sich der heimische Goalie strecken, um Raffael Hartls Schuss abzuwehren.

Danach beendet der Schiedsrichter die Begegnung und unser Team muss sich mit 4:0 geschlagen geben.

Manuels Fazit: Auch am heutigen Abend konnte die Blutung des blau weißen-Herzens nicht gestillt werden. Der nötige „Biss“ fehlte, um den Hausherren annähernd Paroli in den Zweikämpfen bieten zu können. Zudem gesellten sich teils viel zu einfache Ballverluste, kapitale Fehlpässe und/oder individuelle Fehler in der Ballbehandlung, welche den Hausherren immer wieder als Grundlage zur Schaffung gefährlicher Situationen und/oder Torerfolgen dienten.  Auch das meist nicht optimale Stellungsspiel trug – neben den eben genannten Faktoren – zur „Flaute“ in der Offensive bei. Lediglich eine richtig gefährliche Einschussmöglichkeit in den gesamten 90 Minuten ist selbst gegen den designierten Tabellenführer zu wenig!




von Manuel Figl, 26.10.2019