SC Herzogenburg - UFC St. Peter/Au 1:5 (0:1)

U 23: 2:3 (2:1) Tore: Isik S., Eigentor

Die erste gute Einzelaktion beschert der U 23 der Gäste prompt das 0:1. Unsere Elf lässt sich vom raschen Führungstreffer und dem Ausschluss wegen Kritik  nach rund einer Viertelstunde nicht aus dem Konzept bringen. Samet Isik gleicht per Elfmeter aus. Nachdem Samuel Ziselsberger drei Einschussmöglichkeiten souverän vereitelt hat, treffen die Mostviertler im vierten Versuch dann doch, allerdings ins eigene Gehäuse. Einen Freistoß Andrej Brcaks köpft ein Verteidiger sehenswert über den eigenen Keeper. Nach dem Seitenwechsel kann sich auch unser eingewechselte Keeper Moritz Pauser auszeichnen und pariert mit einem blitzartigen Reflex. Mit Fortdauer erhöhen die Gäste die Schlagzahl, doch unsere U 23 kann das 2:2 aus einem Weitschuss - selbst nach einer zweiten rote Karte - lange heroisch verteidigen, ehe den Gästen kurz vor Schluss ein Abschluss ins linke Kreuzeck doch noch den Sieg bringt.

KM: Dietl; Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic; Menhart, Leimhofer, Hartl (75. Fürst F.), Heiderer (82. Haurauer), Pikulik; Pejic, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".

Die Vereinsleitung bedankt sich recht herzlich bei der Gartengestaltung Anton Rath aus Herzogenburg für die Übernahme der Patronanz.


 


Welch´ fröhliches Leben nicht in der Sparkassen-Arena herrschen kann! Dies liegt nicht primär am traumhaften Wetter, sondern vielmehr an der wiederbelebten Kommunikation unserer Akteure auf dem Platz. Zwischen diesen Schallwellen sollte sich eine phasenweise rassige, laufintensive Partie mit knackigen Szenen in den beiden Strafräumen entwickeln.

3. Minute: Miso Pejic sorgt mit einem traumhaften Zuspiel auf Ivan Pikulik für den ersten Gefahrenmoment am heutigen Nachmittag. Unsere Nummer 10 dringt in den Strafraum ein und will nochmals auf den besser postierten Norbert Jankto querlegen, doch ein Verteidiger fängt diesen Pass ab.

5. Minute: Eine mit viel Effet ausgestattete Flanke Norbert Janktos vom Sechzehner-Eck bändigt ein gegnerischer Defensivmann.

7. Minute: Die Gäste aus dem Mostviertel verzeichnen ihren ersten Abschluss. Dieser segelt schnurstracks ins angrenzende Volksheim.

9. Minute: Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte schlägt Benjamin Steinwendtner die Kugel in hohem Bogen auf Miso Pejic, welchem das Leder etwas zu weit beim „letzten Kontakt“ vom Fuß springt. So wird die Partie mit einem Abstoß fortgeführt.

16. Minute: Raffael Hartl erkämpft sich das Spielgerät und schickt Norbert Jankto auf Reisen. Im Eiltempo überlauft er seinen Kontrahenten am linken Flügel, ehe er leicht ins Zentrum zieht, um die „Box“ nach einem Pressball mit einem Innenverteidiger zu betreten. Mustergültig legt er auf Ivan Pikulik quer, der die Kugel – freistehend am Elfmeterpunkt – nicht richtig trifft und hiermit die mitgereiste Anhängerschaft aufatmen lässt.

18. Minute: Da hat wohl jemand ganz genau das Länderspiel Österreich gegen Israel studiert. Aus rund 25 Metern hämmert ein Sportskamerad des Titelaspiranten das Leder ganz genau ins linke Kreuzeck. Neuer Spielstand: 0:1.

22. Minute: Einem Abschlag Reinhard Dietls samt Foul an Florian Heiderer folgt ein kurz abgespielter Freistoß Ivan Pikuliks samt sofortigem Abschluss Florian Leimhofers, welcher knapp über die Querlatte streicht.

25. Minute: Perfektes Timing beim Pass von Raffael Hartl auf Norbert Jankto. Da helfen auch die Abseitsreklamationen der St. Peter Hintermannschaft nichts. Unser Angreifer zieht indes rechts in den Strafraum und jagt das Leder aus spitzem Winkel am Kreuzeck vorbei ins Fangnetz.

30. Minute: Die Gäste treten einen Corner. Aus diesem entspringt ein Konterangriff unseres Teams über Norbert Jankto, der seine Schnelligkeit ausspielt und in den Strafraum zieht. Statt selbst abzuschließen, bedient er den mitgelaufenen Miso Pejic im Zentrum, der das Leder alleinstehend hauchdünn auf flachem Wege am linken Pfosten vorbeisetzt.

32. Minute: Florian Heiderer zeigt enormen Einsatz und setzt konsequent nach. So zirkuliert der Ball über Ivan Pikulik zu Norbert Jankto, dessen Abschluss aus rund 16 Metern über die Toroutlinie geblockt wird.

41. Minute: Gemächlich in den eigenen Reihen lassen die Mostviertler die Kugel läufen, ehe sie das Tempo blitzartig mit einem Lochpass auf den rechten Flügel erhöhen. Dieser jagt das Runde auf der linken Seite am Eckigen vorbei.

44. Minute: Eine rasche Kombination der Gäste mündet in einem Stanglpass des linken Außenspielers auf seinen Sturmpartner, welcher das Leder über die Linie drückt. Zum Unmut der St. Peter Fans hat der Schiri die Partie bereits wegen einer Abseitsposition des linken Flügels unterbrochen.

Als die 22 Sportskameraden das Spielfeld nach der Kabinenansprache wieder betreten, motiviert Marco Cimen unsere Anhänger lautstark, unser Team tatkräftig zu unterstützen, um dieses 0:1-Pausenresultat noch in einen Sieg umzuwandeln.

52. Minute: Und beinahe wäre der rasche Ausgleich gelungen. Miso Pejic retourniert einen Einwurf zu Norbert Jankto, der einige Schritte vom Flügel ins Zentrum macht. Dort folgt der Doppelpass mit Ivan Pikulik, der ihm das Leder mustergültig per Ferse auflegt, sodass unser Stürmer die Kugel haargenau flach aufs rechte Eck zielen kann. Mit seinen Fingerkuppen lenkt der Keeper das Spielgerät an die Innenstange, von wo es nicht ins Gehäuse springt, sondern zurück aufs Feld und wenige Momente später von der Nummer 1 begraben wird.

55. Minute: Hoher Wechselpass auf den rechten Außenbahnspieler, dessen Ballannahme schon im Strafraum erfolgt. Den prompten Abschluss aus spitzem Winkel pariert Reinhard Dietl stark.

58. Minute: Auch hier kann unser Neo-Trainer seinen rechten Arm noch in die Höhe reißen, die Geschwindigkeit des „Produktes “ eines Stanglpasses samt Abnahme im Zentrum allerdings nicht mehr entscheidend verringern, um den Ball am Überschreiten der Torlinie zu hindern. Auf der Anzeigetafel ist nun 0:2 zu lesen.

63. Minute: Das 0:3 lässt sich nur schwer in Worte fassen. Nicht wegen seiner Eleganz, sondern ob seiner Kuriosität. Einen Corner zirkelt der Schütze an die erste Stange. Dort berührt das Spielgerät Körperteile dreier verschiedener Akteure, ehe plötzlich das Tornetz zappelt. Ein „Ping-Pong-Tor“ wie aus dem Bilderbuch.

64. Minute: Eine Hereingabe landet bei einem Sportskameraden im rechten Rückraum des Sechzehners. Er schlägt einen Haken, um freie Schussbahn zu haben. Der Rettungsversuch unserer restlichen Hintermannschaft, den Schuss mit viel Karacho zu blocken, kommt um den Tick zu spät. So jubelt der Schütze gemeinsam mit seinen Kollegen über das 0:4.

70. Minute: Unsere Elf spielt einen Freistoß schnell ab. Ivan Pikulik steckt auf Florian Heiderer in den Sechzehner durch. Unsere Nummer 2 knallt das Leder aus spitzem Winkel unter die Querlatte und verkürzt auf 1:4.

87. Minute: Auch die Gäste erarbeiten sich einen Freistoß in rund 20 Metern Entfernung. Diesen zirkelt der Schütze mit viel Gefühl an die horizontale Verstrebung der Aluminiumkonstruktion.

88. Minute: Ein hoher Ball aus dem Mittefeld in die Spitze ebnet den Weg zum 1:5. Nachdem sich der Empfänger gegen unsere Verteidigung im Strafraum durchgesetzt hat, verleiht er dem Spielgerät nochmals ordentliches Tempo und jagt sie über den kreideweißen Strich.

91. Minute: Einen Weitschuss pariert unser Keeper Reinhard Dietl über die Toroutlinie.

Danach ist Schluss. Unser Team muss sich dem heutigen Gegner mit 1:5 geschlagen geben.

Manuels Fazit: Eine klare Leistungssteigerung zur Vorwoche! Diese Erkenntnis basiert ob des Ergebnisses nicht – wie vielleicht vermutet – auf einem möglichen ausschweifenden Konsum alkoholhaltiger Getränke meiner Person in der „dritten Halbzeit“, sondern vielmehr auf dem Auftritt unserer Elf in den beiden Abschnitten zuvor. Reinhard Dietl hat unseren Burschen den Glauben an sich selbst zurückgegeben. Dieser brachte seine „Begleiter“ namens Einsatz, Wille, Mut und Kampfbereitschaft mit. Lediglich die Effizienz vor dem Tor, welche die Partie heute zugunsten der Gäste entschied, ließ sich noch nicht blau-weiß einfärben. Blendet man das viel zu hohe Ergebnis aus und fokussiert sich rein auf die Tatsache, dass man einem heißen Titelkandidaten 60 Minuten zumindest ebenbürtig, wenn nicht sogar besser, war, wird man mit dem zurückgewonnenen Selbstvertrauen auch die Einschussmöglichkeiten in den nächsten Partien wieder in Treffer ummünzen können.




von Manuel Figl, 12.10.2019