SC Herzogenburg - ASK Ybbs 1:2 (0:0)

U 23: 2:5 (0:2) Tore: Isik S., Brcak

Ein Abschluss vom Sechzehner sowie die Kaltschnäuzigkeit nach einem Abwehrfehler unserer U 23 nutzen die Sportskameraden aus Ybbs zur raschen 2 Tore-Führung. Auch danach bleiben die Gäste das dominante Team und kreieren einige gute Einschussmöglichkeiten. So kann sich unser Keeper Moritz Pauser v.a. bei einem Freistoß der Gäste mit einer exzellenten Parade auszeichnen. Der zweite Durchgang beginnt ähnlich flott. Samet Isik verkürzt auf 1:2, während die Ybbser postwendend ihre Treffer Drei und Vier markieren. Andrej Brcaks Distanzschuss zum 2:4 haucht der Partie wieder Leben ein. 20 Minuten vor Ende wird ein Ybbser mit einer roten Karte wegen Handspiels frühzeitig unter die Dusche geschickt. Da der Keeper den Elfmeter pariert und die Offensive der Gäste nochmals erfolgreich ist, muss sich unsere U 23 schlussendlich mit 2:5 geschlagen geben.

KM: Ziselsberger; Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic; Pejic, Leimhofer, Heiderer (67. Harauer), Fürst F. (81. Menhart), Pikulik (71. Eggenfellner); Hartl, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".

Die Vereinsleitung bedankt sich recht herzlich bei der Transporte Spring GmbH für die Übernahme der Patronanz.


„Das Glück is´ a Vogerl!“ Ehe diese gefiederte Lebensform bald in wärmeren Gefilden der Erde ausfliegt, beehrt sie mal wieder unsere Sparkassen-Arena. Mit einzigartiger Ästhetik kreist das Vöglein über den aufwärmenden Akteuren, während der Anhänger des runden Leders demütig gen Himmel blickt und es mit einem frommen Stoßgebet auf die Seite seines Teams „locken“ will. Davon lässt sich der geflügelte Zweibeiner allerdings nur wenig beeindrucken und startet seinen Landeanflug naturgemäß auf die Mannschaft mit der größeren Punkteanzahl und dem höheren Selbstvertrauen.

6. Minute: Hohes Zuspiel von Denis Lacic auf Raffael Hartl. An der Strafraumgrenze lässt unsere Nummer 19 das Leder per Kopf auf Norbert Jankto prallen, welcher die Kugel hauchdünn neben die linke Stange setzt.

7. Minute: Nach einem Fehlpass unserer Elf  kredenzen die Gäste erstmals ihr schnelles Kurzpassspiel, welches in einer Flanke mündet, welche der Schütze volley aus rund 16 Metern verarbeitet. Das Geschoss segelt übers Kantinendach und lässt so manchen Autofahrer um die Glasscheiben seines fahrbaren Untersatzes bangen.

10. Minute: In rund 30 Metern Entfernung zum gegnerischen Kasten fängt Miso Pejic den Ball aus der Luft. Über Norbert Jankto zirkuliert die Kugel zu Raffael Hartl in den Sechzehner. Aus halblinker Position jagt er das Runde knapp am linken Kreuzeck vorbei.

18. Minute: Diese Unzulänglichkeit am Mittelkreis hätte sich bitter rächen können, wäre Benjamin Steinwendtner beim daraus resultierenden Stanglpass nicht mit einer Grätsche vor dem wohl einschussbereiten Stürmer am Ball gewesen.

22. Minute: Trotz der korrekten Abseitsanzeige seines Assistenten lässt der Referee die Partie laufen gewährt einer Ybbser Offensivkraft infolgedessen den Ansatz eines Dribblings, welches die Sechzehnmeter-Linie überschreitet und im letzten Moment von unseren Abwehrkräften gestoppt werden kann, ehe ein Abschluss aus dem Rückraum ins Fangnetz schnellt.

26. Minute: Der berühmte „2. Ball“ eines Corners wird nicht hoch, sondern flach in unsere Gefahrenzone befördert. Kein Problem für Samuel Ziselsberger, welcher sicher pariert.

29. Minute: Ivan Pikulik erarbeitet sich einen Freistoß aus zentraler Position, zu dem er selbst antritt. Unsere Nummer 10 verleiht dem Flugobjekt nicht die notwendige Höhe, sodass es jäh in des Gegners Mauer „zerschellt“.

33. Minute: Wiederum zieht eine Standard-Situation die Blicke sämtlicher Zuschauer auf sich. Getreten von Ivan Pikulik segelt das Spielgerät auf Norbert Jankto, dessen Flanke von der anderen Seite um den Tick zu hoch für Denis Lacic ausfällt.

42. Minute: Ein Kopfball des eigenen Stürmers sorgt bei der mitgereisten Anhängerschaft für einen kurzzeitigen Aufschrei. Dieser ist jedoch lediglich dem Blickwinkel geschuldet, segelt das Runde doch Momente später sogar über die Seitenoutlinie.

44. Minute: Florian Heiderer entledigt sich seines Bewachers mit einem raschen Antritt, ehe er das Leder ins Zentrum befördert. Leicht vom Arm eines Verteidigers abgelenkt, findet es sein Ziel in Miso Pejic, dessen folgender Abschluss über die Seitenoutlinie geblockt wird.

Sind keine Treffer im ersten Durchgang gefallen, steht´s zur Pause logischerweise 0:0. Weitaus höheren philosophischen Gehalt weisen die Analysen der Anhängerschaft über das Auftreten ihrer Elf auf. Noch sind nicht alle Thesen be- bzw. widerlegt, als sich der Keeper der Gäste den Ball für einen hohen Abschlag zurechtlegt.

46. Minute: Dieser landet vor den Füßen des zentralen Mittelfeld-Akteurs, welcher seinen Rechtsaußen mit viel Übersicht bedient. Mit genügend Raum vor sich legt dieser einige Meter zurück, ehe er die Kugel flach von der rechten Strafraumbegrenzung millimetergenau zum 0:1 ins kurze Eck versenkt.

47. Minute: Raffael Hartl setzt konsequent nach und bringt so den Goalie und einen seiner Vorderleute in Bedrängnis. Der Befreiungsschlag der Nummer  1 segelt vom Körper unserer Nummer 19 ins Torout.

56. Minute: Nach einem Einwurf entwickelt sich eine „Kopfball-Stafette“, welche Samuel Ziselsberger mit einer konsequenten Faustabwehr beendet. Das Runde landet vor direkt vor den Schuhen eines Ybbsers, der das Leder mit vollem Karacho auf die linke Stange feuert. Als noch weitaus ärgerlicher entpuppt sich die Fahrlässigkeit seines Kollegen, der den Abpraller aus kürzester Distanz nicht im leeren Tor unterzubringen weiß.

60. Minute: Im Luftduell setzt sich ein Abwehrspieler der Gäste gegen Norbert Jankto und scheint die Situation schon bereinigt zu haben, als die Kugel zu Fabian Fürst springt, der völlig frei zum Schuss kommt. Das Runde streicht hauchzart übers Eckige.

62. Minute: Ein Ausschuss Samuel Ziselsbergers leistet die „Vorarbeit“ für Norbert Janktos Sprint am linken Flügel samt Zuspiel auf Ivan Pikulik. Unsere Nummer 10 zieht vom Strafraum ab. Das Geschoss wird möglicherweise von einem „verbotenen Körperteil“ über die Toroutlinie gelenkt.

66. Minute: Florian Leimhofer fasst sich ein Herz und zieht aus rund 30 Metern ab. Der Ball zielt genau aufs linke Kreuzeck zu. Viele unserer Fans haben den Torschrei bereits auf den Lippen, als der Keeper dieses prachtvolle Exemplar mit einer Glanztat über die Querlatte drehen kann. Beim folgenden Eckball steigt Raffael Hartl am höchsten und setzt einen platzierten Kopfball, welchen ein Verteidiger noch vor der Linie bereinigen kann.

72. Minute: Das 0:2. Am rechten Strafraumeck begeistern die Ybbser mit einem Doppelpass, welcher nur vom ungewollten Ausgang der anschließenden Flanke übertrumpft wird, „reißt“ diese doch gewaltig ab und segelt unhaltbar über Samuel Ziselsberger hinweg, ehe sie an die linke Innenstange klatscht und folglich das Netz zappeln lässt.

74. Minute: Etwas unglücklich abgefälscht mutiert ein steiler Pass zur perfekten Vorlage für den Mann an vorderster Front, welcher das Spielgerät an unserem Keeper vorbeispitzeln kann. Mit viel Einsatz rettet Markus Mühlbacher noch vor der Torlinie und bewahrt unser Team vor dem dritten Gegentreffer.

77. Minute: Einem Schnitzer im Mittelfeld folgt eine 3:2-Überzahlsituation der Ybbser. Das Leder zirkuliert vom Zentrum nach rechts, wo der Akteur sein Pendant am anderen Flügel bedient, welcher die Kugel aus rund 10 Metern nicht ins leere Gehäuse, sondern ans linke Lattenkreuz zimmert.

78. Minute: Im Gegenzug dribbelt Tobias Eggenfellner an der Toroutlinie in den Sechzehner, von wo sein Flachschuss an die rechte Stange klatscht.

89. Minute: Benjamin Steinwendtner führt einen Freistoß kurz aus. Abermals zieht Florian Leimhofer aus rund 30 Metern ab. Und nun sitzt das Ding auch! Mit dem nötigen Effet nach außen lässt sich das Geschoss durch nichts und niemanden aufhalten und überquert den kreideweißen Strich zum 1:2.

Der Ausgleich lässt sich heute jedoch nicht mehr in der Sparkassen-Arena blicken und somit verliert unser Team mit 1:2.

Manuels Fazit: Als „Sinnbild der aktuellen Gesamtsituation“ lassen sich diese 90 Minuten charakterisieren. Unser Team trat zwar bemüht auf, doch gelingen wollte nicht allzu viel. Im SpieL nach vorne brachte man sich mit viel zu einfachen Ballverlusten und/oder anderen technischen Unzulänglichkeiten um die Früchte, während man dem Kontrahenten in der Defensive öfters Räume gewährte, welche v.a. beim Führungstreffer ideal genutzt wurden. Nicht zu vergessen die Komponente des Pechs, die z.B.: eine Flanke ins Tor „abreißen“ lässt, während Florian Leimhofers exzellenter Weitschuss noch pariert werden kann. Anstatt jetzt auf die Mannschaft „draufzuhauen“, empfiehlt sich weiterhin die volle Unterstützung unserer Burschen, um die „Talsohle“ rasch zu überwinden und das in jedem einzelnen schlummernde Potenzial und Selbstvertrauen der vergangenen Spielzeit zu wecken.




von Manuel Figl, 28.09.2019