SC Rabenstein - SC Herzogenburg 4:0 (2:0)

U 23: 2:2 (0:2) Tore: Isik D., Hosseini

Zwei Abschlüsse weiß unser Keeper Moritz Pauser gekonnt zu entschärfen, ehe Dogukan Isik nach einer knappen halben Stunde von der Strafraumgrenze abzieht und das Leder im rechten Eck versenkt. Wenig später verhindert die Querlatte den Ausgleich der Rabensteiner U 23. In Minute 44 trifft Ahmad Hosseini die Kugel aus 10 Meter eigentlich nicht voll, versenkt sie dennoch im gegnerischen Gehäuse und krönt diesen Spielzug mit dem 2:0. Nach dem Seitenwechsel vergibt zunächst ein heimischer Angreifer im "Eins-Gegen-Eins", ehe Michael Menhart zweimal stark auf der Linie klärt. So wie Moritz Pauser in Minute 73. Den dritten "Abstauber" versenken die Pielachtaler unhaltbar im linken Kreuzeck. Ein kapitaler Schnitzer verhilft den Heimischen relativ einfach zum 2:2-Ausgleich. In der absoluten Schlussphase pariert der gegnerische Schlussmann einen Schuss von Samet Isik mit der linken Hand, ehe  ein Freistoß unseres Mittelfeld-Akteurs hauchdünn über die Querlatte segelt.

KM: Ziselsberger; Heiderer, Mühlbacher (46. Fürst F.), Steinwendtner, Lacic; Brcak, Leimhofer (74. Pikulik), Hartl (69. Ersoy), Pejic; Eggenfellner, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag."


Während eine Garnitur der „Himmelstreppe“ auf den Gleisen der angrenzenden Mariazeller Bahn vorbeituckert, aktivieren die Sportskameraden ihre Muskelgruppen mit Methoden und Übungen nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Dieser hohe Grad an Professionalität verhilft jedoch keinem der beiden Teams, den Gegner mit einem blitzartigen „Himmelfahrts-Kommando“ zu überrollen und die 3 Punkte als „Objekt der Begierde“ frühzeitig „sein Eigentum“ nennen zu dürfen.

2. Minute: Nach Flanke von Norbert Jankto trifft Tobias Eggenfellner das Leder volley aus rund 10 Metern nicht voll.

10. Minute: Samuel Ziselsberger bringt die Kugel rasch wieder in Umlauf. Über Andrej Brcak und Miso Pejic zirkuliert sie zu unserer Nummer 9, welcher diese Aktion nicht mit einem brandgefährlichen Schuss im Strafraum, sondern mit einem Handspiel beenden lässt.

11. Minute: Ein hohes Zuspiel des linken Flügels in die Mitte unserer „Box“ scheint zu lange auszufallen, doch auf der gegenüberliegenden Außenbahn lauert ein Rabensteiner, welcher folglich den Pass in den Rückraum beabsichtigt. Der Schuss seines Kollegen segelt einige Meter an unserem Gehäuse vorbei.

14. Minute: Florian Heiderer wird im rechten Halbfeld regelwidrig zu Fall gebracht. Während die heimische Defensive noch lamentiert, erkennt Benjamin Steinwendtner die Gelegenheit am schnellsten und will die Gunst der Stunde nutzen. Mit einem rasch und direkt getretenen Freistoß will er den viel zu weit und zentral vor seinem Kasten postierten Keeper zum Gesprächsthema Nummer 1 im eigenen Fanlager „befördern“, doch dieser lehnt die „Stellenausschreibung“ mit der sicheren Bändigung des Geschoss dankend ab.

18. Minute: Im Sechzehner der Pielachtaler setzt Tobias Eggenfellner konsequent nach und bewirkt so einen Ballgewinn. Über Norbert Jankto landet der Ball bei Raffael Hartl, der im Zuge seiner Schussbewegung noch entscheidend von einem Defensiv-Akteur gestoppt werden.

24. Minute: Eine Angriffs-Sequenz schließen die Rabensteiner mit einem flachen Schuss vom rechten Strafraum-Eck ab. Dieser rutscht Samuel Ziselsberger unglücklich durch die Hände und kullert zum 1:0 über die Linie.

29. Minute: Mit dem berühmten Momentum auf ihrer Seite setzen die Gastgeber zum Doppelschlag an. Ein hoher Ball in unsere Gefahrenzone erzeugt einen Zweikampf eines Gegeners mit Florian Heiderer, im Zuge dessen unsere Nummer 2 durch Mitteln am Rande der sportlichen Legalität zu Fall gebracht wird. Weniger gespalten ob eines möglichen „Trikot-Vergehens“ des Angreifers fallen die Meinungen über den anschließenden Abschluss aus. Aus spitzem Winkel jagt der Schütze die Kugel eiskalt auf flachem Wege zum 2:0 in die Maschen.

35. Minute: Nach Zuspiel findet Florian Leimhofer Raum im zentralen Mittelfeld vor. Er legt einige Meter zurück, ehe er das Leder Raffael Hartl serviert, welcher es alsbald Norbert Jankto ideal vor dessen Füße spielt. Im „Eins-Gegen-Eins“ scheitert unser Stürmer an Rabensteins Nummer 1.

37. Minute: Ein Lochpass ermöglicht dem heimischen Angreifer, seine Schnelligkeit zur Schau zu stellen. Nicht minder flott meistert Benjamin Steinwendtner den Weg in unseren Strafraum zurück, um den Gegner noch entscheidend am Abschluss stören zu können. Dennoch benötigt es eine starke Fußabwehr Samuel Ziselsberger, um die Situation endgültig entschärfen zu können.

Beim Halbzeitstand von 2:0 stärkt sich der gepflegte Anhänger des runden Leders mit einem g´schmackigen Sturm und einer reschen Kotelettsemmel. Allzu lange dürfen sich die Gedanken nicht am Nachgeschmack dieser Köstlichkeiten frönen, werden sie schon von lauten, körpereigenen Jubelschreien verdrängt. Sofern man dem Pielachtal zugehörig ist.

48. Minute: Das 3:0. Eine scheinbar geklärte Hereingabe köpft ein Rabensteiner aus rund 25 Metern Entfernung zurück in unseren Strafraum. Dort fühlt sich keiner unserer Elf für den in weiß gekleideten Sportskameraden zuständig, welcher diese Fahrlässigkeit eiskalt ausnutzen weiß und den dritten Treffer dieser Partie aus halbrechter Position zu markieren weiß.

50. Minute: Eine Flanke Norbert Janktos faustet der Keeper energisch vor Tobias Eggenfellner weg.

52. Minute: Rabensteins Ausführung einer Ecke mutiert zu einem Konter unserer Elf, welcher nach Tobias Eggenfellners Assist in einem Sololauf Norbert Janktos endet. Unsere Nummer 7 umkurvt die Verteidiger, ehe er in den Strafraum eindringt. Anstatt den Abschluss aus vollem Lauf anzuvisieren, vermindert er das Tempo und lässt die Situation einen Rabensteiner bereinigen, ohne zuvor den Ansatz einer Schussbewegung gezeigt zu haben.

55. Minute: Hätte sich eine Pielachtaler Offensiv-Kraft diese wunderbare Ausführung eines Heber lieber für ein anderes Mal aufgehoben, denn hier setzt es statt ausgelassenem Jubel über einen weiteren Treffer bittere Enttäuschung über die Abseitsentscheidung des Linienrichters.

59. Minute: Wiederum ein temporeicher Antritt unserer Nummer 9, während dem er sich den Ball im Sechzehner zu weit vorlegt und ihn dadurch über die Toroutlinie bugsiert.

63. Minute: Florian Leimhofer zirkelt einen Freistoß ins Zentrum. Dort klärt ein Verteidiger vor Tobias Eggenfellner.

72. Minute: Der linke Flügelflitzer erblickt seinen freistehenden Kollegen im Zentrum. Die Annahme per Brust auf Höhe des Elfmeterpunktes schlägt fehl, sodass einige erboste Rufe aus den Zuschauerrängen über das Grün hallen sollten.

75. Minute: Eine direkt getretene Ecke von Hakan Ersoy dreht der Keeper über die Querlatte.

85. Minute: Norbert Jankto steckt auf Ivan Pikulik durch. Unsere Nummer 10 bugsiert das Leder unter dem gegnerischen Goalie hindurch ins Gehäuse. Jedoch hat auch hier der Linienrichter sein Arbeitsgerät gehoben.

87. Minute: Ein Rabensteiner erfährt im Rahmen seines Abschlusses die „Höchststrafe“, segelt die Kugel doch über die Seitenoutlinie. Am heutigen Nachmittag wird ihm das vermutlich so etwas von egal sein.

90. Minute: Zumal seine Farben in der Schlussminute noch einen Treffer nachlegen. Dem zentralen Offensiv-Akteur werden zu viele Räume gelassen, welcher diese nach kurzem Dribbling mit einem Pass auf den rechten Flügel in unseren Sechzehner auszunutzen weiß. Dieser jagt das Spielgerät zum 4:0 ins linke Eck.

Dann ist auch schon Schluss. Unser Team verliert das „Bezirks-Derby“ glatt mit 4:0.

Manuels Fazit: „Die Not“ aus dem Resümee der letztwöchigen Partie ist geblieben, wodurch hingegen „das Elend“ ihre Metamorphose in „die Tugenden“ erfolgreich abgeschlossen hat. Mut, Kampf- und Laufbereitschaft zeichneten unseren heutigen Gegner aus. Ebenso wie eine gewisse Einfachheit im Sinne des möglichst schnörkellosen Angriffsspiels, kombiniert mit einer Klecks Kaltschnäuzigkeit. Statt die Wahrscheinlichkeit eines Ballverlustes durch komplexe Angriffssequenzen – speziell am und im Strafraum– zu erhöhen, wäre die relativ unkomplizierte Variante eines Schusses anzudenken. Lieber ein Ball im Fangnetz als ein gefährlicher Konterangriff des Gegners. Und nur wer  „einfach mal abzieht“, kann auch Treffer erzielen!




von Manuel Figl, 21.09.2019