SC Herzogenburg - SC Amaliendorf 0:2 (0:0)

U 23: 3:1 (2:1) Tore: Eggenfellner, Pejic, Hosseini

Keine 20 Sekunden waren gespielt, als Tobias Eggenfellner den ersten Treffer unserer U 23 erzielte. Nach Freistoß besorgte Miso Pejic mit einem perfekt gesetzten Kopfball das 2:0, ehe Amaliendorfs Offensive ihren vordersten Angreifer mit einem Lochpass schickte. Dieser umkurvte unseren Keeper und ließ seine Farben nach 14 Minuten über den Anschlusstreffer jubeln. Bis zur Pause sollten keine weiteren Jubelschreie mehr zu hören sein, da vor allem unsere Elf einige hochkarätige Einschussmöglichkeiten nicht nutzen konnte. So blieb die Partie auch im zweiten Abschnitt spannend. Moritz Pauser vereitelte die vereinzelten Abschlüsse jedoch sicher und so sorgte Ahmad Hosseini kurz vor Schluss für den 3:1-Endstand. Bravo, Burschen!

KM: Dietl; Fürst F. (77. Harauer), Steinwendtner, Lacic; Brcak, Leimhofer (30. Eggenfellner), Heiderer, Ersoy (67. Pejic), Pikulik; Hartl, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".

Die Vereinsleitung bedankt sich recht herzlich bei der Admiral Sportwetten GmbH für die Übernahme der Patronanz.

  


Die heutige Anreise des Mannschaftsbusses der Amaliendorfer beinhaltet einen nicht ganz planmäßigen Abstecher, welcher die Waldviertler durch unsere Innenstadt und am Gelände der NÖKISS vorbeiführen sollte. Von der großartigen Kulisse des österreichweit größten Kinder-Festivals „beeindruckt“, starten die Gäste in die Begegnung und benötigen einige Minuten, um sich in der Offensive präsent zu zeigen.

5. Minute: Eine Ballmitnahme per Kopf am rechten Flügel zeichnet sich für die erste gefährliche Situation am heutigen Nachmittag verantwortlich. Über Norbert Jankto und Florian Heiderer bahnt sich das Leder seinen Weg zu Raffael Hartl, dessen Abschluss aus dem rechten Teil des Strafraums an die Querlatte donnert. Nicht nur das Geräusch des Aufpralls hallt in jenem Moment durch die Sparkassen-Arena, sondern auch der Pfiff des Referees, welcher ein Stürmerfoul signalisieren sollte.

8. Minute: Reinhard Dietl schlägt die Kugel ab. Raffael Hartl verlängert das Flugobjekt gekonnt per Hinterkopf in den Lauf von Florian Heiderer, dem das Spielgerät bei der Mitnahme etwas zu weit weg springt und folglich von Amaliendorfs Abwehrreihe entschärft werden.

10. Minute: Gegen einen Antritt von Norbert Jankto will sich der Rechtsaußen der Waldviertler eines rustikalen Körpereinsatzes, welcher unsere Nummer 9 über die Spielfeldbegrenzung drängen soll, bedienen, doch dieses Mittel zeigt sich wirkungslos. Nach schnellen Schritten bedient unser Angreifer Raffael Hartl im Zentrum, dessen Abschlussbewegung noch entscheidend von einem Gegner gestört werden kann.

17. Minute: Hohes Zuspiel in unseren Sechzehner. Dort lässt ein Amaliendorfer für seinen Sturmpartner prallen. Aus spitzem Winkel schlägt die Kugel im rechten Außennetz ein.

22. Minute: Zur Abwechslung mal aus der Distanz, doch auch hier fehlt (noch) die notwendige Präzision. Rund 3 Meter oberhalb der Querlatte nimmt die Flugbahn des Runden ein drastisches Ende im Fangnetz.

24. Minute: Ein Fehler im Spielaufbau mündet in einem raschen Gegenangriff der Waldviertler, der neben viel Raum und einer Überzahlsituation auch einen Pass des etatmäßigen Goalgetters auf seinen Kollegen im zentralen Rückraum hervorbringt. Dieser schlenzt das Leder gefühlvoll am langen Eck vorbei.

31. Minute: Unsere Nummer 19 verarbeitet ein Zuspiel elegant per Brust, ehe von der Strafraumgrenze abzieht. Der Keeper versetzt seine Anhängerschaft in eine kurzzeitige Schockstarre, als der das Geschoss nicht bändigen kann und sich Norbert Jankto mit schnellen Schritten nähert. Noch bevor sich unser Stürmer als Nutznießer den möglichen Führungstreffer bejubeln darf, wirft der Schlussmann seinen ganzen Körper auf das „Objekt der Begierde“. Der Amaliendorfer Fan wischt sich erstmals die Schweißperlen von der Stirn und richtet seine Augenpaare danach auf einen hohen Ausschuss.

32. Minute: Auf die Reise wird die rechte Außenbahn der Gäste geschickt. Mit einem Haken verändert er seine Laufrichtung in Richtung Mitte, wo sein Versuch zur Ecke geblockt wird. Im Rahmen dieser entwickelt sich ein Kopfball aus relativ kurzer Distanz, welchen der Sportskamerad aus Amaliendorf über die Querlatte setzt.

43. Minute: Ein Doppelpass zwischen Tobias Eggenfellner und Raffael Hartl entpuppt sich als „Vorspiel“ für den Abschluss unserer Nummer 19 im Strafraum, den der Keeper mit seinem Fuß pariert.

Wenige Augenblicke später wird Florian Heiderer im Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht, doch der Schiedsrichter lässt die Partie laufen.

Jegliche Erfrischungsgetränke helfen nur bedingt gegen die schweißtreibenden Temperaturen. Auch in Kombination mit dem sporadisch wehende Lüftchen wird diese Halbzeitpause nicht als eine der angenehmsten in die Geschichtsbücher eingehen. Lediglich der Stand von 0:0 lässt sich einigermaßen ertragen und auf eine zweite Hälfte mit vielen Toren hoffen.

49. Minute: Amaliendorfs Akteur bereitet sich auf die Ausführung eines Einwurfes vor. Nicht wissend, dass diesem eine Flanke seines Kollegen folgen sollte, welche zentimetergenau auf der Stirn des Goalgetters landet, der völlig freistehend aus rund 5 Metern zum 0:1 einköpft.

56. Minute: Norbert Jankto im Zusammenspiel mit Ivan Pikulik. Unsere Nummer 10 dringt in des Gegners Strafraum ein. Statt der Ablage auf Norbert Jankto oder Tobias Eggenfellner entscheidet er sich für den direkten Abschluss, der knapp am rechten Pfosten vorbeistreicht.

62. Minute: Mit viel Übersicht sieht eine Waldviertler Offensiv-Kraft seinen Partner am rechten Flügel sprintend. Ideale Schärfe und Länge legt er in diesen Pass, sodass sich der Empfänger Augenblicke später im „Eins-Gegen-Eins“ mit Reinhard Dietl beweisen und scheitern kann, pariert unser Kapitän doch mit seinem rechten Fuß.

70. Minute: Florian Heiderer sorgt wieder für mächtig Dampf auf seiner Seite. Seinen Schuss lässt der Keeper prallen, ehe ein Verteidiger das Runde gewollt in die Hände des Goalies bugsiert. Unter lautstarken Protesten der Fans entscheidet der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß. Diesen jagt Norbert Jankto zu zentral aufs Gehäuse, sodass der Schlussmann den Ausgleichstreffer relativ einfach verhindern kann.

76. Minute: Wiederum nutzen die Waldviertler die sich bietenden Räume für einen gefährlichen Offensiv-Spielzug, der mit einer halbhohen Flanke auf ihren Goalgetter ändert. Die exquisite Ballannahme per Brust und der wuchtige Drehschuss aus halbrechter Position im Strafraum lassen Reinhard Dietl nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. Neuer Spielstand: 0:2.

81. Minute: Auf dem Luftwege findet eine Hereingabe den Weg in die Nähe des Elfmeterpunktes. Dort wird es mit viel Tempo von einem – aus dem Rückraum kommenden – Amaliendorfer auf den Kasten Reinhard Dietls befördert, dessen Hände den dritten Gegentreffer verhindern sollten.

82. Minute: Ein Distanzschuss klatscht an die horizontale Querverstrebung der Aluminiumkonstruktion, ehe der Ball von Reinhard Dietls Rücken in Richtung Torlinie kullert. Enttäuscht müssen die Gäste-Fans ihre bereits in die Höhe gerissenen Hände wieder senken, als unser Kapitän die Kugel dank einer blitzschnellen Reaktion am Überschreiten des kreideweißen Strichs hindern kann.

83. Minute: Nach Flanke von rechts folgt der große Auftritt des linken Flügels, welcher das Zuspiel direkt übernimmt. Reinhard Dietls Handinnenflächen verhindern einen wuchtigen Einschlag im Tornetz.

92. Minute: Der erste Abschluss Tobias Eggenfellners aus rund 11 Metern wird geblockt, ehe den zweiten der Keeper mit seinem Fuß abwehrt.

Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff und unser Team muss den Rasen mit einer 0:2-Niederlage verlassen.

Manuels Fazit: Das war heute zu wenig, um dem Gegner die Heimreise zu versalzen. Während es offensiv an Durchschlagskraft und den nötigen kreativen Ideen fehlte, um die Waldviertler Abwehrkette nachhaltig aus dem Konzept zu bringen, gewährte man den Amaliendorfern in der eigenen Gefahrenzone immer wieder zu viel Raum, welchen diese öfters für gefährliche Angriffe auszunutzen wussten und schlussendlich zwei Mal in Person des 41-jährigen Goalgetters eiskalt zuschlugen. 




von Manuel Figl, 31.08.2019