FC Rohrendorf - SC Herzogenburg 0:1 (0:1)

U 23: 3:1 (0:1) Tor: Akdemir B.

Während der erste Abschluss der heimischen U 23-Mannschaft noch im angrenzenden Acker landete, musste Samuel Ziselsberger beim zweiten einen blitzartigen Reflex zeigen, um die Kugel über die Querlatte zu drehen. Wenig später leistete sich der Keeper der Rohrendorfer einen folgeschweren Patzer, den Bilal Akdemir zur 0:1-Führung nutzte. Nach dem Seitenwechsel wurde unser Kontrahent stärker und erzielte per Ferse den Ausgleich, ehe die rechte Stange samt Abstauber die Partie drehten. Zum "Drüberstreuen" schlenzte der Schütze des 3:1 die Kugel maßgenau ins rechte Kreuzeck.

KM: Dietl; Fürst F., Steinwendtner, Lacic; Brcak, Leimhofer, Heiderer, Ersoy (81. Harauer), Pikulik (92. Hofbauer); Hartl, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


„Glanz & Glamour“ im pompösen Stadion zu Rohrendorf. Im Blitzlichtgewitter der Kameras vollzieht die heutige Schirmherrin den Ankick in roten High Heels, um anschließend „ihren“ Akteuren das Feld zu überlassen. Diese 11 Sportskameraden wirken jedoch nervös, als hätten sie gerade ihrem großen (Fußballer-)Idol gegenüber gestanden. Oder rührt die Verunsicherung doch eher aus der deftigen Auftaktniederlage? Eigentlich vollkommen egal, denn das Ziel der obersten Prioritätsstufe – die Lücken und Fehler der Defensive für einen Torerfolg zu nutzen – können unsere Burschen relativ rasch erfüllen.

4. Minute: Florian Heiderer fängt einen Querpass auf Höhe der Mittelauflage und zündet anschließend den Turbo. Er umkurvt den linken Außenverteidiger, ehe er den restlichen Weg in des Gegners Sechzehner im Eiltempo überwindet, um den Rohrendorfer Keeper im „Eins-Gegen-Eins“ nicht den Funken einer Abwehrmöglichkeit zu lassen. In eiskalter Goalgetter-Manier jagt er das Leder platziert und halbhoch zum 0:1 in die Maschen.

7. Minute: Da muss unser Kapitän (noch) nicht eingreifen. Ein Abschluss von der Strafraum-Grenze rauscht knapp aber doch an der rechten Stange vorbei.

10. Minute: Nach Flanke von Ivan Pikulik schirmt Norbert Jankto die Kugel in der „Box“ ab, um sie danach ins Zentrum abzulegen, wo jedoch kein Abnehmer lauert.

12. Minute: Ein recht resches Foul an Raffael Hartl in unserer Hälfte ahndet der Schiedsrichter mit einer gelben Karte. Mit dieser Entscheidung kann sich der Übeltäter äußerst glücklich schätzen.

15. Minute: Der heimische Goalie faustet einen Corner weg. Die Gefahr scheint bereits gebannt, als Ivan Pikulik zum Kopfball in rund 16 Metern Entfernung ansetzt. Das Runde segelt nur knapp übers Eckige.

16. Minute: Der rechte Flügelflitzer des Gastgebers „bedankt“ sich bei seinem Passgeber mit einer idealen Ballmitnahme, welche es ihm ermöglicht, mit Tempo in unseren Strafraum einzuziehen. Im Zentrum lauert bereits der mannschaftseigene Goalgetter auf das Zuspiel. Soweit kommt es allerdings nicht, denn - sinnbildlich für die Verunsicherung - verstolpert er diese gute Gelegenheit, sodass Andrej Brcak klären kann.

18. Minute: Nach einem hohen Wechselpass gewinnt Rohrendorfs Offensiv-Akteur das Duell gegen Hakan Ersoy, um den folgenden Stanglpass in die Arme von Reinhard Dietl zu befördern.

26. Minute: Die Heimischen erarbeiten sich einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Das eigene Fanlager hat den Torschrei bereits auf den Lippen, als der Ball die Querlatte „küsst“, um dem Schützen eine zweite Chance zu ermöglichen, die dieser nicht zu nutzen weiß und die Kugel ins Fangnetz drischt.

28. Minute: Mit einer Finte lässt Norbert Jankto seinen Bewacher sprichwörtlich zu Boden gehen, ehe er Ivan Pikulik bedient, dessen Abschluss um den Tick zu zentral ausfällt.

36. Minute: Für einen Tormann zählt ein „Flatterball“ nicht unbedingt zu den Lieblingsaufgaben. Um unseren Rückhalt in Bedrängnis zu bringen, wäre dann doch etwas mehr Kreativität vonnöten.

45. Minute: Ivan Pikuliks kurz ausgeführter Freistoß findet seinen Weg vor die Füße Norbert Janktos, um nach zweimaliger Berührung durch seinen Fußballschuhe in den Händen des Keepers zu landen.

Den Halbzeitstand von 0:1 nutzt der Stadionsprecher, um die eigenen Fans zu mobilisieren und an den zweiten Durchgang der U 23-Begegnung zu erinnern, als die Heimischen die Partie noch in ein 3:1 verwandelten. Ob dies zwei Mal innerhalb von 180 Minuten gelingt?

52. Minute: Florian Heiderer dringt auf seiner Seite in den Strafraum ein. Leicht abgefälscht ändert sich das Ziel des Zuspiels von Norbert Jankto auf Rohrendorfs Goalie.

56. Minute: Raffael Hartl nimmt sich das Leder ideal mit und aus halblinker Position im Sechzehner ab. Der Keeper verhindert den zweiten Gegentreffer seiner Farben und lenkt die Kugel über die Toroutlinie.

60. Minute: Ein Distanzschuss der Gastgeber mutiert zu einem „brandheißen“ Geschoss. Jedoch nicht für Reinhard Dietl, sondern viel mehr für die angrenzend parkenden Autos. Dass das Flugobjekt keine Delle in einen fahrbaren Untersatz schlägt, verdanken die Zuschauer der allerobersten Fangnetz-Reihe, welche die Wucht des Aufpralles tadellos abfedert.

63. Minute: Nun ist zwar das Visier schon wesentlich besser eingestellt, aber dafür hapert´s an der nötigen Geschwindigkeit, um unseren Kapitän auch nur ansatzweise in Verlegenheit bringen zu können.

69. Minute: Alle Augenpaare sind auf den rechten Flügelspieler unseres Kontrahenten gerichtet. Eine exzellente Flanke ins Zentrum samt Ausgleich per Stirn schwelgt in den Köpfen aller heimischen Anhänger. Werden sollte es schlussendlich eine viel zu hohe Hereingabe, die im Nirwana verschwindet.

72. Minute: Zur Auflockerung etwas aus der Kategorie „Zum Schmunzeln“: Einem Duell auf Höhe der Eckfahne folgt eine richtige Entscheidung des direkt beim Geschehen befindlichen Linienrichters. Der – rund 30 Meter entfernte - Schiedsrichter „overruled“ seinen Assistenten lautstark mit den Worten: „Des wor leida falsch!“. Sachen gibt´s, als Fan des runden Leders lernt man scheinbar nie aus!

73. Minute: In dieser ganzen Aufregung geht fast ein „Mix“ aus Flanke und Schuss, welchen Reinhard Dietl mit seiner rechten Hand pariert, unter.

74. Minute: Auch sein Pendant muss sich gehörig strecken, um Benjamin Steinwendtners Freistoß aus großer Distanz über die Latte zu drehen.

80. Minute: Hakan Ersoy schlägt eine Flanke ins Zentrum. Am langen Pfosten lauert Florian Heiderer, der das Leder hauchdünn verfehlt.

85. Minute: Einen Abschluss von Denis Lacic vom linken Sechzehner-Eck bändigt der Keeper.

90. Minute: Eine Überzahl-Situation führt über Denis Lacic zu Norbert Jankto, der auf den mitgelaufenen Ivan Pikulik querlegen möchte, anstatt selbst abzuschließen. Ein Rohrendorfer Defensiv-Akteur entschärft die Situation zur Freude seiner Anhänger.

92. Minute: Weniger Freude haben diese, als ein Freistoß von der Toroutlinie in die Hände Reinhard Dietls segelt.

Unmittelbar danach ertönt der Schlusspfiff und unsere Elf feiert diesen 0:1-Sieg in der altbewährten Jubeltraube, ehe sie sich für die Unterstützung bei unseren mitgereisten Fans bedankt.

Manuels Fazit: Ein exzellentes Abwehrverhalten kreierte den heutigen Schlüssel zum Erfolg. Belegt wird diese Tatsache mit der Erkenntnis, dass die gefährlichste Einschussmöglichkeit der Heimischen aus einem Freistoß an die Querlatte resultierte. Neben vereinzelten Halbchancen gelang es dem Gegner auch gegen Ende nicht, unsere perfekt ausgerichtete Abwehr mittels eines „Sturmlaufs“ zur Gewährung einer „tausendprozentigen“ Einschussmöglichkeit zu zwingen. Offensiv stach natürlich Goldtorschütze Florian Heiderer besonders heraus, der seine Qualitäten nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten bewies und wie der Rest unserer Truppe mit eisernem Willen, vollstem Einsatz und äußerster Disziplin kämpfte und die 3 Punkte schlussendlich auch verdientermaßen im Mannschaftsbus verstauen durfte.

Bravo, Burschen!




von Manuel Figl, 25.08.2019