SV Haitzendorf - SC Herzogenburg 3:2 (2:2)

U 23: 8:0 (3:0)

Ebenso mit "Köpfchen" agiert Haitzendorfs U 23 im Duell mit unserer Elf. Nach gemächlichem Beginn köpft der heimische Stürmer die erste gefährliche Flanke ins Gehäuse. Einem Einwurf in unseren Sechzehner samt erfolgreichem Abschluss einer Offensiv-Kraft folgt ein neuerliches, hohes Zuspiel samt Kopfball "ins Glück". Ein rascher "Dreier-Pack" zu Beginn des zweiten Abschnittes lässt unsere U 23 in ein 0:8-Debakel schlittern.

KM: Dietl; Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic; Brcak, Pejic (79. Harauer), Leimhofer, Pikulik (79. Fürst F.), Heiderer (89. Isik S.); Eggenfellner, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Die faszinierende Sportart namens Fußball wird auf einer grünen Rasenfläche, deren Begrenzungen durch weiße Linien ausgewiesen sind, ausgetragen. Je 11 Akteure zweier Teams verfolgen das oberste Ziel, das Runde möglichst oft auf korrekte Art und Weise im gegnerischen Eckigen zu versenken. Prämisse hierfür stellt die Einhaltung des international geltenden Regelwerkes dar, deren Umsetzung von einem Haupt- und zwei Linienrichten überwacht wird. Weshalb diese simpelsten „Basics“ eigentlich den heutigen Vorspann „erobert“ haben? Die Antwort wird im Laufe des zweiten Durchganges präsentiert.

3. Minute: Florian Leimhofer fängt ein Zuspiel der Heimischen ab. Über Ivan Pikulik landet das Leder bei Norbert Jankto, der erstmals seine Schnelligkeit bei der Defensiv-Reihe vorstellt, und die Kugel nach absolviertem Dribbling ins Zentrum schlägt. Dort gelangt es über Umwege zu Florian Heiderer. Unser Flügelflitzer möchte einen letzten Haken schlagen, um eine bessere Schussposition zu erlangen. Diesen Plan „übernasert“ allerdings sein Gegenspieler und verhindert einen Abschluss.

6. Minute: Ein Doppelpass zwischen Ivan Pikulik und Norbert Jankto landet vor den Füßen unserer Nummer 9, welcher den Ball aus spitzem Winkel ins rechte Außennetz bugsiert.

12. Minute: Der Gastgeber erarbeitet sich einen Eckstoß. Dieser landet am kurzen Pfosten, von wo er - dank des Scheitels eines Kamptalers – sein Pendant „kennenlernen darf“ und die linke Stange regelrecht erzittern lässt. Nach dieser „ sinnlichen Begegnung“ gesellt er sich wieder zu den 22 Sportskameraden.

20. Minute: Selbiges Szenario wie zuvor. Im Zuge eines Corners steigt ein Haitzendorfer am höchsten und köpft die Kugel nun wuchtig zum 1:0 in die Maschen.

25. Minute: Eine Flanke Norbert Janktos mutiert zum schlimmsten Albtraum für den heimischen Keeper. Bei deren Abwehr landet er so unglücklich auf seiner Hand, dass eine vorzeitige Beendigung seines Arbeitstages – trotz medizinischer Begutachtung – veranlasst werden muss.

34. Minute: Wiederum sorgt ein hohes Zuspiel unseres Goalgetters für gebannte Blicke des Publikums. Miso Pejic lässt für Tobias Eggenfellner prallen, der um den gewissen Tick zu lange zögert, sodass ein Verteidiger einen gefährlichen Abschluss unterbinden kann.

37. Minute: Ein herrlicher Ball auf den linken Flügel ermöglicht Florian Heiderer die Anwendung eines noch fabelhafteren Hakens, mit dem er nicht nur seinen Bewacher düpiert, sondern auch für die Fortsetzung der Superlative sorgt, schlägt er die Flanke doch milimetergenau auf Tobias Eggenfellner, der eiskalt aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich einköpft.

38. Minute: Die erhöhte Anspannung/Nervosität des eingewechselten Keepers nahm seinen Anfang beim ersten Abschlag und gipfelt nun in einem kapitalen Schnitzer, welchen Norbert Jankto – dank seines exzellenten Stellungspieles - ohne Pardon ausnutzt und die Kugel ins rechte Kreuzeck jagt. Neuer Spielstand: 1:2.

44. Minute: Diese verflixten Eckbälle! Wiederum lässt ein solcher ruhender Ball die Anhängerschaft des Gastgebers jubeln. Nach Verlängerung wuchtet der aufgerückte Innenverteidiger das Leder wuchtig zum 2:2 ein.

Beim Halbzeitstand von 2:2 diskutiert man u.a. über die erfreuliche Nachricht des Einzugs des momentan besten österreichischen Tennis-Spielers in das Finale der prestigeträchtigen French Open. Weniger „Glanz und Glamour“, dafür jedoch umso mehr „exzentrische Heißblütigkeit“ werden die Sportskameraden im zweiten Abschnitt zur Schau stellen, deren Ursache mit jener Frage aus dem Vorspann zusammenhängt.

56. Minute: Auf Höhe der Mittellinie werden Florian Heiderer im Zuge eines Zweikampfes beide Handflächen ins Gesicht geschlagen. Um diese Tätlichkeit zu kaschieren, krümmt sich der Übeltäter ebenfalls vor „Schmerzen“ am Boden und lässt sich seinen rechten Fuß behandeln. Mit Erfolg, wird er doch nicht mit einer roten Karte unter die Dusche geschickt, sondern darf selbst ohne Verwarnung am weiteren Spielgeschehen mitwirken.

58. Minute: Benjamin Steinwendtner wird der Ellbogen ins Gesicht gestoßen. Da hierbei keine „natürliche Bewegung“ vorliegen kann, muss diese Aktion lt. Regelwerk ebenfalls mit einem sofortigen Platzverweis geahndet werden. Insbesondere, wenn der Spielleiter samt seiner Assistenten freie Sicht auf die Szene hatten. Einen Karton  bekommt jedoch interessanterweise nur Markus Mühlbacher gezeigt. Und zwar in der Farbe Gelb wegen zu heftiger (berechtigter) Kritik. Hoch lebe das Regelwerk!

60. Minute: Miso Pejic heißt der Schütze eines Freistoßes unserer Elf aus rund 30 Metern. Eine etwas zu steil ausgefallene Flugbahn lässt das Geschoss im Fangnetz landen.

69. Minute: Haitzendorfs rechter Außenspieler jagt eine „Granate“ ins Zentrum. An deren „Entschärfung“ sind sowohl Markus Mühlbacher als auch Denis Lacic beteiligt, deren vollster Einsatz durch das „Aufstauben“ des nicht mit Grashalmen bewachsenen, trockenen Abschnitts des Strafraums zeugt.

76. Minute: Ein Abschlag Reinhard Dietls landet über die Stirn von Andrej Brcak bei Norbert Jankto, dessen Zusammenspiel mit Tobias Eggenfellners in einem temporeichen Antritt und eines Abschlusses mündet, welchen der Keeper parieren kann. Die Chance auf einen „Abstauber“ bleibt Ivan Pikulik. Im direkten Gegenzug kombiniert sich der Tabellenzweite in unseren Sechzehner. Miso Pejic wirft sich in den Schuss und verhindert Schlimmeres.

80. Minute: Es kann nicht jeder Kopfball sitzen. Dieser des Gastgebers findet sein Ende im Fangnetz.

88. Minute: Umso schnörkelloser tragen die Kamptaler einen Konter vor. Nach einem Corner durch Florian Leimhofer verfehlt Denis Lacic das Leder knapp. Der schnelle Abwurf des Keepers resultiert in einem temporeichen Offensiv-Spielzug, den die linke Flügelzange mustergültig abschließt und Reinhard Dietl keine Abwehrmöglichkeit bei seinem flachen Abschluss ins lange Eck lässt. Der Jubel über das späte 3:2 kennt schier keine Grenzen.

Wenig später ertönt der Schlusspfiff und unser Team muss sich im letzten Auswärtsspiel dieser Saison mit 3:2 geschlagen geben.

Manuels Fazit: Die schlimmsten Prophezeiungen wurden nicht erfüllt! Kein entspannter und/oder lustloser „Sommerkick“, sondern ein – über weite Strecken – temporeiches und rassiges Derby wurde dem Zuschauer geboten. In der ersten Halbzeit konnte unsere Elf mehr Spielanteile für sich verbuchen und „zwang“ so die Hausherren, auf eine Konter-Taktik umzustellen. Mit hohen Bällen auf die beiden Flügel gelang es ihnen trotzdem, immer wieder für Gefahrenmomente zu sorgen. Vor allem die daraus resultierenden Eckbälle ebneten den Kamptalern den Weg zum Erfolg, dessen Ziel sie mit der Ausnutzung der freien Räume kurz vor Ende gefunden haben. Summa summarum eine äußerst bittere Niederlage in einem Match, dessen Messers Schneide schlussendlich zugunsten der Haitzendorfer gekippt ist.




von Manuel Figl, 08.06.2019