SV Sieghartskirchen - SC Herzogenburg 1:3 (0:1)

U 23: 2:3 (1:1) Tore: Isik S., Isso, Nizami

Mit Samet Isiks Flachschuss setzt unsere U 23 die erste Duftmarke. Nach 2 vergebenenen Sitzern nutzten die Heimischen einen Corner zur Führung. Unsere Elf lässt sich hiervon jedoch nicht beirren und kann weitere Einschussmöglichkeiten kreieren. Die Beste vergibt Hannan Isso vom Elfmeterpunkt. Die letzte Aktion vor dem Pausenpfiff beschert unserer U 23 den verdienten Ausgleich. Samet Isik zirkelt einen Freistoß unhaltbar zwischen die Pfosten. Im zweiten Abschnitt nutzt Hannan Isso einen kapitalen Schnitzer der gegnerischen Hintermannschaft zur 1:2-Führung. Nach einem Ausschluss halten unsere Akteure tapfer dagegen, müssen jedoch 10 Minuten vor Ende den Ausgleich hinnehmen. Keine 60 Sekunden später hat sich unsere U 23 von diesem "Schock" erholt, als Najmudin Nazani einen Stanglpass zum 2:3 verwertet. Auch dank Moritz Pausers großartiger Paraden in der Schlussphase geht unsere U 23 nicht unverdient als Sieger vom Platz. Bravo, Burschen!

KM: Dietl, Mühlbacher, Steinwendtner, Lacic, Harauer; Pejic (81. Fürst F.), Leimhofer (88. Isik S.), Heiderer, Pikulik (91. Fürst E.); Eggenfellner, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Während die Balearen-Insel Ibiza momentan einen exorbitanten Anstieg an Suchanfragen zu verzeichnen hat, befüllt man die Maske am östlichen Rand des Tullnerfeldes lieber mit den Begriffen:“ Effektive Mittel gegen sprintstarke Stürmer“. Bis die unendlichen Weiten des Internets eine Antwort ausgespuckt haben, lesen wir uns doch mal den heutigen Spielbericht durch.

5. Minute: Miso Pejic erkämpft sich die Kugel und bedient Norbert Jankto, der erstmals seine Schnelligkeit auszuspielen weiß und schnurstracks seinen verdutzten Bewacher auf dem Weg in den Strafraum abschüttelt, ehe er das Leder an seinen Absender retourniert. Uneigennützig „verschickt“ dieser das Spielgerät erneut. Und zwar an den besser postierten Ivan Pikulik, dessen Abschluss allerdings - ob einer klitzekleinen Unebenheit im Geläuf – nur suboptimal ausfällt und das Runde infolgedessen nur im Fangnetz zappeln lässt.

8. Minute: Unsere Nummer 10 zirkelt den Ball hoch in des Gegners Strafraum. Die berühmten Zentimeter fehlen auf Tobias Eggenfellners Stirn.

10. Minute: Reinhard Dietl muss seinen ersten Arbeitsnachweis am heutigen Abend erbringen. Eine harmlose Flanke reiht sich bestenfalls in die Rubrik einer „leichten Fangübung“ ein.

13. Minute: Ivan Pikuliks Freistoß „scherzelt“ Norbert Jankto per Hinterkopf auf den heimischen Kasten. Ehe sich noch der Keeper im feuchten Grün wälzen kann, beendet ein Bein eines Verteidigers die bangen Blicke der Sieghartskirchner Anhängerschaft auf diese Szene.

16. Minute: In ihren schlimmsten Albträumen wird Norbert Jankto noch die Tullnerfelder Defensiv-Abteilung heimsuchen, tanzt er doch mal ohne viel Gegenwehr drei Gastgeber in deren Sechzehner aus, um das Runde anschließend aufs Eckige zu feuern. Beinahe wäre dem Keeper das Geschoss zwischen seinen Handschuhen „durchgerutscht“, doch er sollte seinen Fauxpass rechtzeitig vor der Torlinie ausbessern.

23. Minute: Einem weiten Abschlag folgt eine ideale Brustablage Tobias Eggenfellners auf Miso Pejic, dessen Schuss aus rund 16 Metern nur hauchdünn über die Querlatte streicht.

25. Minute: Ebenso milimetergenau lenkt Reinhard Dietl das Spielgerät -  nach einem Freistoß aus aussichtsreicher Position – mit einer gelungenen Abwehr über die horizontale Verstrebung der Aluminiumkonstruktion.

34. Minute: Wiederum fokussieren alle Augenpaare unseren Kapitän. Nach einem Wechselpass auf den rechten Flügel dringt dieser in unsere Gefahrenzone ein, um den „Stangler“ ins Zentrum zu spielen. Auf eine leichte Richtungsänderung reagiert unsere Nummer 1 mit sensationeller Schnelligkeit und durchkreuzt mit seinen linken Fuß den möglichen Weg der Kugel über den weißen Kreidestrich. Im direkten Gegenstoß kann Norbert Jankto im allerletzten Moment an einem brandgefährlichen Abschluss gehindert werden.

36. Minute: Ein Fehlpass auf engstem Raum wird einem Tullnerfelder zum Verhängnis. Tobias Eggenfellner schnappt sich die Kugel, macht einige Meter, ehe er den Ball ideal in den Lauf von Norbert Jankto spielt, gegen dessen Sprintqualitäten einfach kein Kraut gewachsen zu sein scheint. Lediglich einen kurzen Blick auf die Trikotrückseite mit der Aufschrift „9“ können die Verteidiger erhaschen, als unser Stürmer das Leder eiskalt zum 0:1 ins linke kurze Eck zimmert.

Die Minuten bis zur Halbzeitpause verlaufen ohne heißblütige Torraumszenen. So mutiert– neben der obligatorischen Verlosung kulinarischer Köstlichkeiten – die Anzeigetafel zum Highlight. Natürlich, weil sie die 0:1-Führung unserer Elf signalisiert. Und weil sie einen herabzählenden Countdown bis zum Beginn des zweiten Abschnittes anzeigt. Sieht man auch nicht alle Tage. Öfters zu Gesicht bekommt man da schon die von der Pausenansprache bis in die Haarspitzen motivierten Gastgeber, welche unbedingt den raschen Ausgleich „erzwingen“ wollen.

48. Minute: Der linke Flügel geht tief und erwischt den Pass noch vor der Toroutlinie. Allzulange darf er sich nicht als Besitzer des runden Leders bezeichnen, „befreit“ ihn doch Benjamin Steinwendtner mit letzter Konsequenz. Der folgende Corner gipfelt in einem Konter und einer 2:1-Überzahlsituation unseres Teams, während derer der Querpass von Norbert Jankto auf Ivan Pikulik gerade noch vom letzten Feldspieler abgefangen werden, ehe hier schon ein großer Schritt in Richtung Sieg gelegt werden kann.

54. Minute: Ein Schuss der Gastgeber sorgt vor allem beim Autobesitzer eines bayrischen Fabrikates für Ärger, schlägt die Kugel doch mitten auf der Frontscheibe seines fahrbaren Untersatzes auf.

56. Minute: Wesentlich attraktiver als eben genannter Abschluss gestaltet sich eine Flanke Norbert Janktos, die zentimetergenau im Zentrum bei Tobias Eggenfellner landet. Unsere Nummer 7 hat sich nicht nur seines Bewachers im entscheidenden Moment entledigt, sondern hämmert die Kugel auch noch volley aus rund 5 Metern in die Maschen. Neuer Spielstand: 0:2.

59. Minute: Nach einem Stoppfehler des letzten Verteidigers überhebt Norbert Jankto diesen und läuft auf den Keeper zu. Nicht in vollstem Tempo, sodass der Schlussmann samt seiner Vorderleute einen Doppelpack mit Ach´ und Krach zu unterbinden wissen.

65. Minute: Sieghartskirchen verkürzt auf 1:2. Ein weiter Ball auf die linke Außenbahn. Dieser erläuft die Kugel noch vor dem Torout und befördert sie auf flachem Wege in den zentralen Rückraum, wo ein Mannschaftskollege den sofortigen Abschluss sucht. Wuchtig und platziert versenkt dieser den Ball rechts unten.

66. Minute: Beinahe der Doppelschlag, doch der eben noch bejubelte Torschütze setzt das Leder nun aus ähnlicher Position knapp neben die rechte Stange.

75. Minute: Die Oberhand in einem Zweikampf beschert unseren Akteuren eine Gelegenheit zu einem schnellen Konter. Bis zur Strafraumgrenze werden die Räume ideal ausgenutzt, ehe Norbert Jankto unsanft zu Fall gebracht wird. Den anschließenden Freistoß Florian Leimhofers köpft die Mauer über die Toroutlinie.

82. Minute: Eindeutig zu schnell für die Gastgeber. Mit jeweils nur 2 Berührungen durchläuft der Ball die Stationen Florian Leimhofer, Norbert Jankto und Tobias Eggenfellner, welcher den schönen Angriff mit einem Treffer abschließt. Glück für die Tullnerfelder, dass der Linienrichter Momente zuvor eine Abseitsposition signalisiert hat.

84. Minute: Die Hoffnung auf den neuerlichen Ausgleich wehrt jedoch nicht mehr lange. Norbert Jankto durchbricht die „Mauer“ der beiden Innenverteidiger und läuft schnellen Schrittes dem Keeper entgegen. Überlegt und eiskalt stellt er auf 1:3.

89. Minute: Den Schlusspunkt setzen die Sieghartskirchner. Jedoch nicht in Form eines Tores, sondern ob eines dumpfen Klanges, gefolgt vom entsetzten Aufschrei der heimischen Anhängerschaft. Aus rund 20 Metern hat der Ball „Bekanntschaft“ mit der rechten Stange geschlossen.

Dann beendet der Schiedsrichter den Arbeitstag der 22 Akteure und ihrer Betreuer. In bekannter Jubelpose feiert unsere Elf diesen 1:3-Triumph und beschließt somit ungeschlagen die „Tullnerfelder-Festspielwochen“.

Manuels Fazit: Die - ob der Ausganglage der Heimischen, vor der Partie einzukalkulierende – Anfangsaggressivität samt Sturmlauf auf unser Gehäuse erwies sich lediglich als „laues Lüftchen“. Zu oft fanden sie ihren Meister in Person unserer Verteidiger und/oder brachten sich mit ihrer Hektik selbst aus dem Konzept. Zudem mussten sie sich – aus ihrer Sicht – viel zu oft mit unserer spielfreudigen Offensiv-Abteilung abmühen. Vor allem die Schnelligkeit unserer Stürmer brachte sie heute mehrmals an den Rand eines Nervenzusammenbruches. Insbesondere in ihrer „Drangperiode“ nach dem Anschlusstreffer, als eine „Rakete“ von Norbert Jankto für die endgültige Entscheidung sorgte. Summa summarum ein mehr als verdienter Sieg, der durch das spielerische Übergewicht und Chancenplus v.a. in Durchgang 1 samt effektiver Markierung von 3 Treffern „zum richtigen Zeitpunkt“ manifestiert wird.

Bravo, Burschen!




von Manuel Figl, 25.05.2019