SK Eggenburg - SC Herzogenburg 2:1 (1:1)

U 23: 4:0 (3:0)

Mit einer Portion an Effizienz verleiht Eggenburgs U 23 der Partie bereits im ersten Durchgang die entsprechende Richtung. Diese sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht mehr ändern, wenngleich Nico Harauer einige gefährliche Abschlüsse zu verzeichnen hat. Ein ganz besonderer Höhepunkt dieser Begegnung ist das selbst ernannte "Jahrhundert-Comeback" von Marco Cimen, der einige technische Schmankerl serviert und einem Kontrahenten die "Höchststrafe" mittels eines  "Gurkerls" erteilt. 

KM: Dietl; Mühlbacher, Fallmann, Lacic; Brcak, Pejic, Heiderer, Leimhofer (76. Fürst F.), Pikulik; Eggenfellner, Jankto 

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


So frenetisch der Stadionsprecher seine Stimme als „Vorspiel“ zum heutigen Duell durchs Eggenburger Stadion hallen lässt, so „unbefriedigend“ lässt sich die Bilanz der „Eckball-Orgie“ der Heimischen lesen. Satte 12 Corner in 90 Minuten, von denen jedoch kein einziger in der puren Ekstase eines Torjubels gipfelte. Übrigens, auch abseits der vier Eckfahnen sollte sich so Einiges tun.

4. Minute: Ein Freistoß sorgt für den ersten Aufschrei im Publikum. Diesen leitet ein Heimischer per Stirn auf seinen Kollegen weiter, welcher dem  Leder mit seinem Scheitel eine leichte Richtungsänderung verleiht, sodass Reinhard Dietl eine blitzartige Reaktion abrufen muss, um das Runde vor dem Überschreiten des weißen Kreidestriches zu bewahren.

5. Minute: Nach einem Corner landet das Spielgerät vor dem Schuhwerk eines Gastgebers, der nicht lange überlegt und aus rund 20 Metern abzieht. Mit seinen Fingerspitzen dreht unser Kapitän das Geschoss über die Querlatte.

11. Minute: „Jetzt probiere ich es mal direkt“, hat sich wohl der Schütze vor der Ausführung des nächsten Eckballes gedacht. Für die Versenkung im langen Kreuzeck fehlt jedoch schlussendlich doch einiges an Präzision.

16. Minute: Einen vielversprechenden Lochpass von Miso Pejic auf Norbert Jankto fängt die Defensive ab, um ihresgleichen kurz darauf den Angreifer „in die Gasse zu schicken“. Reinhard Dietl verhindert die Trefferambitionen des Eggenburger mit einem raschen Verlassen seines Arbeitsplatzes.

23. Minute: Miso Pejic schlägt die Flanke auf Florian Heiderer, der im Zuge der Ballannahme einen leichten Stoß des Gegners zu kompensieren hat, sodass er das Leder aus spitzem Winkel nicht mehr zielgerichtet aufs Gehäuse bringen kann.

25. Minute: In diesem Moment fokussieren sich sämtliche Augenpaare auf den in Grün gekleideten Sportskameraden, der sich nach idealem Assist im Laufduell mit unserer Verteidigung durchsetzen kann, ehe er unserem Kapitän keine Abwehrmöglichkeit lässt und das Leder wuchtig zum 1:0 unter die Querlatte jagt.

30. Minute: Wiederum zeichnet sich ein Laufpass für eine gefährliche Aktion der Waldviertler verantwortlich. Mit höchstem Maß an Einsatzbereitschaft blockt Denis Lacic im Rutschen den möglichen zweiten Treffer der Gastgeber am heutigen Abend.

33. Minute: Nach einem Corner kommt ein Eggenburger an der zweiten Stange zum Abschluss. Er bugsiert den Ball per Volleyabnahme ins Fangnetz.

39. Minute: Ein begehrtes Rezept zur Steigerung des Gefahrenpotenzials wird erneut ausgestellt. Schneller Pass in die Spitze, der Angreifer umkurvt Reinhard Dietl und hat nur noch das leere Tor vor sich. Weswegen er nicht sofort abschließt, wird für immer und ewig ein gut behütetes Geheimnis bleiben. Als erwiesen Tatsache lässt sich hingegen Miso Pejics leidenschaftliche Rettungstat belegen.

41. Minute: Die Flanke des rechten Außenspielers bugsiert ein Heimischer an die horizontale Querverstrebung der Aluminiumkonstruktion.

43.-44. Minute: Ein Doppelpass zwischen Ivan Pikulik und Florian Heiderer in des Gegners Strafraum führt zu einem regelwidrigen Schlag auf den Fuß unserer Nummer 2. Folgerichtig zeigt der Schiri auf den Punkt. Ivan Pikulik verlädt den Keeper und verwandelt den Elfmeter sicher zum 1:1.

Mit teilweise geschockten Gesichtszügen verfolgen die heimischen Anhänger die Verlosung beim Pausenstand von 1:1. Zumindest den Gewinnern kann die Losfee wieder eine positive Mimik verleihen, ehe man sich mit voller Hingabe dem zweiten Teil des heutigen Aktes widmet.

49. Minute: Ein Zuspiel auf Norbert Jankto hätte wohl eine interessante Spielsituation nach sich gezogen, doch der Schiri verhindert mit einem Foulpfiff den Sprint unseres Goalgetters auf des Gegners Gehäuse.

58. Minute: Reinhard Dietl faustet souverän einen Ball zur Seite ab. Was wohl der Auslöser für seine Tat gewesen ist? Richtig, ein Corner!

66. Minute: Taktisches Foul rund 30 Meter vor unserem Kasten. Der Schütze legt sich die Kugel zurecht. „Was dieser Lionel Messi kann, beherrsche ich schon längst!“. Frei nach diesem Motto zimmert er die Kugel mit enormster Geschwindigkeit an die Unterseite der Querlatte, von wo sie den weißen Kreidestrich touchiert, ehe sie sich für den Weg ins Tornetz entscheidet. Neuer Spielstand: 2:1.

73. Minute: Florian Leimhofer schickt Tobias Eggenfellner auf Reisen. Unsere Nummer 7 sieht den im Zentrum postierten Norbert Jankto. Ein Bein des Eggenburger Verteidigers unterbricht den angedachten Weg des Spielgerätes.

74. Minute: Ein Heimscher tankt sich in unseren Sechzehner durch und legt quer. In höchster Not rettet Florian Heiderer vor einem einschussbereiten Gegner.

77. Minute: Denis Lacic´ hohes Zuspiel auf Ivan Pikulik fällt um den Tick zu steil aus, sodass der Keeper die Situation „kühlen“ kann, ehe sie überhaupt schon Siedetemperatur erreicht hat.

89. Minute: Die sich bietenden Räume wollen die Eggenburger nutzen, um für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Im Laufduell kann Andrej Brcak den Gegner nur mehr mittels Foul stoppen. Aufgrund der Nähe zu unserem Strafraum und „der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance“ fordern die Waldviertler vehement die rote Karte. Der Schiri zückt Gelb. Eine korrekte Entscheidung, da wohl auch noch Denis Lacic eingreifen hätte können. Die Ausführung des Freistoßes wirkt weitaus weniger brenzlig, faustet doch Reinhard Dietl das Leder sicher weg.

92. Minute: In den absoluten Schlusssekunden schlägt Tobias Eggenfellner das Leder zwei Mal ins Zentrum. Norbert Janktos Abschluss aus rund 16 Metern wird vom Körper eines Eggenburgers gestoppt.

So muss unser Team die Heimreise nach dieser 2:1-Niederlage ohne „Zusatzgepäck“ antreten.

Manuels Fazit: Kampf war das heutige Zauberwort! Exakter definiert die Aggressivität, mit welcher sich die Eggenburger nicht nur eine hohe Anzahl der sogenannten „zweiten Bälle“ sicherten, sondern auch noch die Zweikampfstatistik mit einem deutlichen Plus abschließen konnten. Unter diesen Umständen gelang es unserem Team kaum, einen geordneten Spielaufbau für die Kreation gefährlicher Einschussmöglichkeiten zu nutzen. Im Gegensatz zu den beiden wieselflinken Flügelflitzern der Heimischen, welche die Lochpässe ihrer Kollegen zumeist zu einem brandheißen Zuspiel auf flachem oder hohem Wege ins Zentrum zu verarbeiten wussten. Wenngleich der sehenswerte Siegestreffer sicherlich mit Glück behaftet war, bleiben die 3 Punkte schlussendlich doch verdient im Waldviertel.




von Manuel Figl, 04.05.2019