SC Herzogenburg - SC Rabenstein 1:2 (0:0)

U 23: 5:2 (1:1) Tore: 3x Hosseini, Isik, Hofbauer

Rabensteins U 23 nutzt die hektische Anfangsphase unseres Teams mit einigen leichtfertigen Fehlern und kommt nach einem Abschlag, der mit dem Hinterkopf in den Lauf des Stürmers verlängert wird und platziert abgeschlossen wird, zum 0:1. Dieser Gegentreffer mutiert zu einer Initialzündung für unser Burschen, finden sie doch fortan besseren Zugriff auf diese Begegnung und belohnen sich nach Bernhard Hofbauers Kopfball mit dem Ausgleich. In Durchgang 2 erhöht unser Team durch Samet Isiks Elfmeter rasch auf 2:1 und lässt sich auch durch den zweiten Treffer der Rabensteiner nicht die Kontrolle über das Geschehen entreißen, folgt doch der große Auftritt von Ahmad Hosseini, der mit seinem Hattrick für einen klaren Erfolg sorgen sollte. Bravo, Burschen!

KM: Dietl; Mühlbacher, Fallmann, Lacic; Brcak, Leimhofer, Heiderer (62. Pejic), Ersoy, Steinwendtner (57. Steinwendtner); Eggenfellner, Jankto

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".

Die Vereinsleitung bedankt sich recht herzlich bei der BKS Steuerberatungs GmbH & Co KG für die Übernahme der Patronanz. Geschäftsführer Steuerberater Rudolf Lick führte den Ankick durch.


Ein Derby bedient sich bekanntlich öfters seiner eigenen Gesetze! Nicht nur in der Umkehr der zuvor am Papier festgelegten Favoritenrolle, sondern auch in der Dominanz des Attributes „Kampf“ in Relation zum sogenannten „Offensiv-Spektakel“. Zu diesen Eigenschaften gesellt sich auch noch der böse „Krampf“, welcher das Ergebnis der herben Auftaktniederlagen beider Teams darstellt. Die Summe all dieser Position bewirkt ein häufiges Niedertreten der Grashalme rund um den Mittelkreis, während das saftige Grün in den beiden Strafräumen über weite Strecke unversehrt bleiben sollte.

8. Minute: Bei Jochen Fallmanns Corner fehlen Tobias Eggenfellner die berühmten Zentimeter für einen frühen Torerfolg unseres Teams.

14. Minute: Der erste echte Aufreger! Ein Abschlag der Rabensteiner wird mit dem Hinterkopf in den Lauf des Stürmers verlängert, der Reinhard Dietl elegant umkurvt, um die Kugel anschließend nicht minder glamourös ins linke Außennetz zu jagen.

16. Minute: Ein Eckball unseres Teams führt über Umwege zu einem Einwurf vom anderen Spielfeldrand. Benjamin Steinwendter bekommt das Leder am rechten Strafraumeck serviert und sucht den Abschluss. Das Geschoss lässt nicht nur die Pupillen des Publikums erweitern, sondern auch den Rabensteiner Keeper durch die Lüfte fliegen, welcher das Runde mit seinen Fingerspitzen über das Eckige lenken kann.

24. Minute: Die Kugel landet vor den Füßen eines Pielachtalers. Mit einem Übersteiger tankt er sich in unseren Sechzehner durch, ehe er den „Stangler“ ins Zentrum spielt. Der folgende Eckball beschert dem Akteur am langen Pfosten eine haareraufende Geste, verfehlt er das Spielgerät doch nur hauchdünn.

32. Minute: Nun landet ein hoher Ball an der zweiten Stange, wo ein Sportskamerad des Gast-Vereins nicht lange fackelt und sofort draufhaut. Mit einem glänzenden Reflex pariert Reinhard Dietl das Geschoss. Den „Abstauber“ verhindert unsere Verteidigung mit einer Rettungstat in höchster Not.

Und dann ist auch schon Halbzeit. Logisches Resultat: 0:0. Während so mancher Fan des runden Leders ein Stoßgebet gen Himmel schickt, lischt der andere seinen Kummer mit einem Gerstensaft in alkoholischer oder antialkoholischer Ausführung. Ob der Fußball-Gott die Botschaften erhört hat oder einfach die feurige Ansprache der Trainer gefruchtet hat, wird sich nie restlos aufklären lassen. Sei´s drum, zumindest die Anhänger einer Mannschaft werden relativ rasch von ihrem „Leiden“ erlöst.

47. Minute: Zuvor eröffnet sich allerdings noch Benjamin Steinwendtner die Gelegenheit eines vielversprechenden Abschlusses. Nach einem missglückten Abschlag des vor seinem Gehäuse postierten Keepers schnappt sich unsere Nummer 7 die Kugel, macht Meter und will Norbert Jankto in die „Box“ schicken, der sich jedoch für einen anderen Laufweg entscheiden sollte.

49. Minute: Das Ende eines Spielzuges der Rabensteiner bildet ein Schuss von der Sechzehner-Grenze, welcher haargenau zum 0:1 im unteren Eck einschlagen sollte.

55. Minute: Die Pielachtaler erhöhen auf 0:2. Andrej Brcak verliert das Leder im Mittelfeld. Die Gäste schalten schnell um und dringen in Person des rechten Flügels in unseren Strafraum ein. Den folgenden Schuss kann Reinhard Dietl noch gut parieren. Das Leder springt jedoch zu einem Gegner, der nach ästhetischer Drehung auf Höhe des Elfer-Punktes abzieht und das Runde unhaltbar unter die Querlatte zimmert.

56. Minute: Nach einem neuerlichen Ballverlust setzen die Gäste das Spielgerät knapp neben den linken Pfosten und verpassen hiermit die endgültige Entscheidung.

68. Minute: Bei einer Flanke von Denis Lacic sorgt der Goalie kurzzeitig für Aufsehen, als ihm der Ball durch die Finger rutscht. Im Nachfassen kann er ihn aber sicher bändigen.

74. Minute: Ein Pielachtaler steckt auf seinen Stürmer durch. Dieser muss die hervorragende Abwehr unseres Kapitäns im „Eins-Gegen-Eins“ kommentarlos zur Kenntnis nehmen.

75. Minute: Ivan Pikulik zirkelt einen Corner über den „Luftweg“ ins Zentrum. Dort steigt Andrej Brcak am höchsten und köpft das Leder knapp neben die Aluminium-Konstruktion.

79. Minute: Ein rascher Einwurf Norbert Janktos führt über Tobias Eggenfellner und Andrej Brcak zu Ivan Pikulik, welcher den Ball aus rund 11 Metern mit viel Gefühl und Präzision zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen jagt.

 

91. Minute: Bei einem Flugobjekt mit viel Effet muss Reinhard Dietl all seine Fähigkeiten aufbringen, um dieses vor einem „Einschlag“ im Tornetz zu bewahren.

92. Minute: Nach einem Fehler am rechten Flügel bedient ein Rabensteiner seinen Kollegen im Zentrum, der – alleine vor unserem Kapitän stehend – das Runde nur suboptimal trifft und so den  Zwei-Tore-Vorsprung nicht wiederherstellen kann.

Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Unser Team verliert das erste Heimspiel der Rückrunde mit 1:2.

Manuels Fazit: Das war heute einfach zu wenig! In einer Partie, in der beide Kontrahenten nicht wirklich mit spielerischer Finesse zu glänzen wussten, hatte unsere Elf zudem im kämpferischen Segment oftmalig das Nachsehen. Dadurch bedingte Ballverluste führten v.a. in Durchgang 2 immer wieder zu gefährlichen Gegenstößen. Auch konnte der „zweite Ball“ nach Abschlägen in des Gegners Hälfte zu wenig oft erobert  bzw. zu inkonsequent behauptet werden. So wurde es mit der Herstellung von brandgefährlichen Einschussmöglichkeiten gegen einen Derbygegner, der seinerseits den entschlosseneren Willen, als Sieger vom Platz zu gehen, zeigte, schwer bis unmöglich. Summa summarum ein rabenschwarzer Tag gegen die Raben!




von Manuel Figl, 30.03.2019