SV Haitzendorf - SC Herzogenburg 5:0 (1:0)

U 23: 6:1 (4:0) Tor. Simon M.

Nach einer mauen Vorstellung im ersten Durchgang scheint die Halbzeitansprache von Trainer Marco Cimen Früchte getragen zu haben. Unsere Akteure präsentieren sich wesentlich aggressiver und lauffreudiger. So können auch Einschussmöglichkeiten geschaffen werden. Bei einem Kopfball an die Stange noch mit Pech behaftet, erzielt Marco Simon das zwischenzeitliche 1:5. Eine zweite Hälfte, auf der man auf jeden Fall aufbauen kann.

KM: Dietl; Heiderer (82. Simon), Kocbay, Steinwendtner, Takeuchi; Weixlbaum (82. Kraus), Mohamed, Cazinkic (65. Sima), Zivkovic, Miyakoshi (72. Harauer); Yikilmaz
Ziselsberger, Hameder

Spielbericht der KM - wie gewohnt - unter "weiter zum ganzen Eintrag".


Der Duft nach Weißwurst, Bier und Brez´ sowie die teils in Tracht und Lederhose gekleideten Besucher versetzen einen beinahe in die bayrische Hauptstadt. Auch auf dem grünen Rasen wird es „zünftig“ werden. Ganze 5 Treffer und viele weitere gefährliche Szenen stehen auf dem heutigen Speiseplan.

4. Minute: Das frühe 1:0 des Titelkandidaten. Haci Kocbay schlägt einen Freistoß in den heimischen Strafraum. Dort klärt ein Verteidiger vor Samet Yikilmaz zur Ecke. Aus dieser resultiert ein Konter der Haitzendorfer, im Zuge dessen sich der linke Flügelflitzer zunächst im Zweikampf gegen Florian Heiderer behauptet, ehe er auch noch das nötige Ballglück vorfindet, um den Lochpass durch den offenen Raum unserer beiden Innenverteidiger zu spielen. Der Stürmer bedankt sich für die mustergültige Vorlage mit einem platzierten Abschluss im Eins-Gegen-Eins mit Reinhard Dietl.

15. Minute: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalten die Kamptaler schnell um. Der linke Flügelflitzer überlauft Haci Kocbay, um das Leder folglich ins Zentrum zu treten. Mit Effet nach außen findet es jedoch keinen Abnehmer und kullert ins Seitenout.

Sehr zum Leidwesen der heimischen Anhängerschaft, welche in der kommenden halben Stunde lediglich „Schonkost“ ihrer Mannschaft vorgesetzt bekommt. Der frühe Gegentreffer legt bei unserer Elf nämlich den berühmten Schalter um. So präsentieren sich unsere Akteure sehr präsent in den Zweikämpfen, laufstark und übernehmen mit Fortdauer auch immer mehr das Kommando.

20. Minute: Ein Freistoß aus der eigenen Hälfte findet die Brust von Samet Yikilmaz, der sich um die eigenen Körperachse am gegnerischen Strafraum dreht, ehe er die Kugel knapp am rechten Kreuzeck vorbeijagt. Da wäre der Keeper wohl nicht mehr dran gekommen.

22. Minute: Der Ball zirkuliert über Abdifataah Mohamed zu Florian Heiderer. Unsere Nummer 2 dringt in den Sechzehner und will das Runde in die Mitte legen. Das Bein eines Haitzendorfer Verteidigers verhindert einen gefährlichen Abschluss.

26. Minute:  Unsere Elf schnürt den Gastgeber in deren „Box“ ein. Zunächst kann ein Stanglpass in den Rückraum geklärt werden, wo Nikica Cazinkic´ Schuss geblockt wird. Beim zweiten Versuch unserer Nummer 10 wirkt der Tormann nicht sicher und kann den Ball nicht bändigen. So springt das Spielgerät auf den Boden auf, um anschließend die berühmten Zentimeter zu hoch für Yujin Takeuchi zu sein, welcher auf den Abpraller gelauert hat.

30. Minute: Im Zuge einer Hereingabe auf dem Luftwege steigt ein Defensiv-Akteur dem in Richtung Gehäuse sprintenden Florian Heiderer auf den Fuß. Dieses Vergehen wäre mit einem Elfmeter zu ahnden gewesen, doch das Arbeitsgerät des Schiedsrichters bleibt stumm.

35. Minute: Keita Miyakoshi platziert einen Abschluss aus rund 16 Metern zu zentral. So begräbt der Keeper das Leder unter sich.

41. Minute: Abermals beendet Samet Yikilmaz einen Angriff mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze. Halbhoch angetragen segelt auch dieser zu sehr in die Mitte der rechteckigen Aluminiumkonstruktion.

Während man auf der Tribüne noch über den Ausgang der Verlosung diskutiert, eröffnet der Schiri den zweiten Durchgang. Die Anzeigetafel beginnt wieder mit 1:0 zu laufen.

46. Minute: Zejd Cazinkic steckt auf Samet Yikilmaz durch. Unser Stürmer startet seinen Sprint auf den heimischen Schlussmann, als ein jäher Pfiff über den Rasen hallt. Beim Blick auf die gehobene Fahne des Assistenten kommt der Grund der Spielunterbrechnung zum Vorschein.

51. Minute: Eine Flanke von Yujin Takeuchi pflückt der Keeper vom fetzblauen Himmel. So weit, so gut. Was folgt, entpuppt sich jedoch als eine unschöne Aktion. Er stößt Keita Miyakoshi mit beiden Händen zu Boden. Dies wäre zumindest mit einer gelben Karte zu ahnden gewesen. Der Spielleiter belässt es jedoch bei ein „paar ernsten Worten“.

53. Minute: Noch hat sich die Aufregung nicht gelegt, erkämpfen sich die Gastgeber die Kugel am rechten Flügel zurück und spielen den horizontalen Pass an unsere Strafraumgrenze. Ein Haitzendorfer steigt drüber und beschert dem besser postierten Kollegen die Möglichkeit, aus 16 Metern abzuziehen. Dieser erledigt dies mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck und lässt seine Farben so über das 2:0 jubeln.

63. Minute: Nach einem Fehler im Spielaufbau schnappt sich unser ehemaliger Akteur Patrick Denk die Kugel, tankt sich in unseren Strafraum durch und schlägt einen Haken. Ein Treffer bleibt ihm jedoch verwehrt, scheitert er doch an einer sehr guten Abwehr Reinhard Dietls.

64. Minute: Einen direkt getretenen Eckball dreht unser Kapitän über die Querlatte. Den zweiten Versuch zirkelt der Schütze an den kurzen Pfosten, wo ein Haitzendorfer das Leder per Hinterkopf zum 3:0 in den Maschen versenkt.

73. Minute: Der rechte Flügel des Gastgebers erläuft den Ball noch vor der Cornerfahne. Dieser Einsatz sollte sich auszahlen. Seine Flanke köpft der völlig freistehende Angreifer auf unser Gehäuse. Dank eines Reflexes kann unser Kapitän das Runde noch am Überqueren der Torlinie hindern, doch den Abstauber versenkt der Haitzendorfer im Rutschen staubtrocken zum 4:0.

77. Minute: Eine Hereingabe segelt auf dem Luftweg an den langen Pfosten. Dort übernimmt ihn ein in grün-schwarz gekleideter Sportskamerad volley. Der rechte Fuß unseres Rückhaltes verhindert einen weiteren Treffer.

78. Minute: Dieser leitet jedoch kurz darauf das 5:0 ein. Ein Pass unserers Kapitäns wird abgefangen, der Angreifer tankt sich in unseren Sechzehner durch und markiert eiskalt seinen Doppelpack.

85. Minute: Ein blitzartiger Reflex von Reinhard Dietl nach einem Abschluss aus kürzester Distanz verhindert das halbe Dutzend der Gastgeber.

88. Minute: Kurz vor Spielende wird´s hitzig. Nach einem Foul unseres Teams kommt es zu einer Rudelbildung. Auffallend sind der übers halbe Feld sprintende Keeper, welcher sich auch nach der Rückkehr an seinen Arbeitsplatz nicht so recht zu beruhigen scheint. Hier hätte man ebenfalls über eine in zumindest gelb gehaltene Karte nachdenken können.

So beruhigen sich die Gemüter auch nach dem Schlusspfiff und der daraus resultierenden 5:0-Niederlage nur langsam und es fallen beim noch einige unschöne Worte beim Abgang beider Teams in die Kabinen.

Manuels Fazit: 2 Halbzeiten, 2 Gesichter. Während vor der Pause noch „zähnefletschend“ agiert wurde, „zogen“ die Heimischen unserer Elf nach dem Seitenwechsel die „Beißerchen“. Viel Kampf, Leidenschaft und eine starke Laufleistung führten zu einer mehr als ausgeglichenen Partie vor dem Pausentee. Den einzigen Unterschied markierte die Chancenverwertung. Die Gastgeber nutzten ihre Einschussmöglichkeit eiskalt, während unsere Angreifer das Ziel verfehlten oder Abschlüsse zu zentral angetragen wurde. Mit dem raschen zweiten Treffer gelang es den Heimischen, ihren Spielfluss wiederzulangen und so einen deutlichen Sieg zu erlangen.




von Manuel Figl, 02.10.2021